Nach Bombendrohung: Verspätungen im Bahnverkehr in die Schweiz

19. März 2006, 17:39
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Badischer Bahnhof in Basel drei Stunden lang gesperrt

Basel/Stuttgart - Wegen einer Bombendrohung ist es am Freitagabend zu starken Behinderungen im Zugverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz gekommen. Der Badische Bahnhof in Basel wurde gegen 17.00 Uhr evakuiert, nachdem eine Drohung bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB eingegangen war. Die Sperrung wurde nach knapp drei Stunden kurz vor 20.00 Uhr wieder aufgehoben, wie Deutsche Bahn und SBB auf AP-Anfrage mitteilten.

Tausende Pendler saßen fest, weil die Fernverkehrverbindungen über Basel unterbrochen waren. Die Deutsche Bahn richtete einen Bus-Ersatzverkehr ein. Es kam zu Verspätungen, allerdings lagen dem Bahn-Sprecher zunächst keine genaueren Daten vor.

Kurz vor 17.00 Uhr erhielten laut Staatsanwaltschaft die SBB in Basel ein Drohung, wonach in einer Stunde in dem im Stadtteil Kleinbasel (richtig) liegenden Badischen Bahnhof eine Bombe explodieren werde. Die Kantonspolizei leitete darauf die Räumung des gesamten Bahnhofs samt Schalterhalle und Verkaufsläden ein. Auch sämtliche Gleise wurden geräumt und für jeglichen Personen- und Zugverkehr gesperrt. Die Evakuierung verlief laut Staatsanwaltschaft ohne Zwischenfälle. Die mit einem Großaufgebot ausgerückte Basler Polizei wurde von der deutschen Polizei und der Deutschen Bahn unterstützt.

Falscher Alarm

Um 19.45 wurde der Bahnhof wieder freigegeben, nachdem keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden waren. Die falsche Bombendrohung verursachte für Tausende von Passagieren von und nach Deutschland große Verspätungen. Der Zugverkehr in der Schweiz wurde durch den Zwischenfall nicht behindert, wie SBB-Sprecher Roland Binz auf Anfrage sagte.

Eine falsche Bombendrohung hatte bereits am vergangenen Mittwoch in Zürich während dreier Stunden für chaotische Verhältnisse im abendlichen S-Bahn-Verkehr gesorgt. (APA/AP)

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