NASA-Chef redete Mitarbeitern ins Gewissen

24. März 2006, 17:51
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Zwei Stunden Standpauke nach Pannenserie

Cape Canaveral - Nach einer Pannenserie bei der US-Raumfahrtbehörde NASA hat der Leiter des Raumfahrtzentrums Kennedy in Cape Canaveral seinen Mitarbeitern eine Standpauke gehalten. Die rund 15.000 Beschäftigten mussten ihre Arbeit am Donnerstag für zwei Stunden unterbrechen, um eine Ansprache von ihrem Direktor James Kennedy zu hören. Pannen wie in den vergangenen Wochen dürfe es nicht mehr geben, wenn die NASA ihren Beitrag zur Fertigstellung der Internationalen Raumstation ISS leisten, den Mond und eines Tages auch den Mars erforschen solle, sagte Kennedy.

Nachdem es schon im Jänner zu mehreren Pannen gekommen war, wurde in diesem Monat der Kran der Raumfähre "Discovery" bei Aufräumarbeiten eingedrückt. Wenige Tage später fiel ein Container auf das Schwesterschiff "Endeavour", so dass mehrere Isolierkacheln beschädigt wurden.

Zu Beginn dieser Woche hatte die NASA den geplanten Start der "Discovery" um mindestens zwei Monate verschoben, er soll nun frühestens Anfang Juli stattfinden. Begründet wurde die Verzögerung mit einem fehlerhaften Messgerät am Treibstofftank, das ausgetauscht werden müsse. (APA/AP)

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