Hummer und Briefkästen

1. Juni 2006, 07:54
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Natürliche Rohstoffe gibt es wenige auf Anguilla

Natürliche Rohstoffe gibt es wenige auf Anguilla, einer Insel der Kleinen Antillen in der Karibik östlich von Puerto Rico – dafür viel Hummer und sonstigen Fisch, aber auch jede Menge Luxustouristen, die mit ihren Ausgaben wesentlich zum Wirtschaftswachstum des britischen Überseegebietes beitragen. In letzter Zeit hat sich Anguilla (spanisch für "Aal") auch einen Namen als Steuerparadies gemacht – mit vielen Briefkästen.

Anguilla ist als britisches Überseegebiet mit der EU assoziiert. Zudem ist Anguilla assoziiertes Mitglied der Karibischen Gemeinschaft und der Organisation Ostkaribischer Staaten. Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elisabeth II. Der Gouverneur von Anguilla wird von der britischen Krone eingesetzt.

Anguilla hat knapp 14.000 Einwohner. Hauptstadt ist The Valley, wo auch der Sitz des lokalen Parlaments ist. Dieses wird alle fünf Jahre gewählt. Zahlungsmittel ist der Ostkaribische Dollar.

In der Kolonialzeit wurde die Insel auf Kolumbus' zweiter Reise zwar gesichtet, tatsächlich kolonisiert wurde sie historischen Aufzeichnungen zufolge aber erst ab 1650 von Briten. Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Insel als britische Kolonie von Großbritannien direkt verwaltet. 1980 schließlich erhielt Anguilla den Status eines British Dependent Territory, was es heute noch ist. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18./19.3.2006)

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