Zypern: Unglücksfluglinie Helios will Namen ändern

19. März 2006, 14:18
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Verwandte der Absturz-Opfer wütend

Nikosia - Die Verwandten der 121 Opfer der Todesmaschine der zyprischen Luftlinie Helios sind wütend. Der Grund: Die Fluggesellschaft versucht seit Wochen, ihren Namen zu ändern und ihre Flugzeuge unter dem Namen "A Jet" fliegen zu lassen. "Sie versuchen mit verschiedenen Tricks, sich aus der Verantwortung zu ziehen", sagte Nikolaos Giassoumi, einer der Sprecher der Verwandten im zyprischen Fernsehen am Freitag.

Die Regierung dürfe dies auf keinen Fall erlauben. Eine Helios-Maschine war im August 2005 in der Nähe des Athener Flughafens abgestürzt. Alle 121 Insassen kamen ums Leben.

Kurz vor der Äußerung der Angehörigen hatte der zyprische Verkehrsminister Haris Thrasou verhindert, dass ein erster Testflug einer Maschine der umbenannten Gesellschaft vom zyprischen Flughafen Larnaka nach Rhodos abflog. Die neue Linie erfülle noch nicht alle Bedingungen, um eine Genehmigung für Flüge zu erhalten, hieß es in einer Erklärung des Verkehrsministers.

Experten halten den Absturz weiter teilweise für mysteriös. Wegen eines Problems mit dem Druckausgleich waren nach bisherigen Erkenntnissen alle Menschen an Bord in Ohnmacht gefallen. Das Flugzeug stürzte, nachdem der Treibstoff ausging, auf einem Hügel nahe Athen ab. Die Ergebnisse der offiziellen Unfall-Untersuchung werden für Anfang April erwartet. (APA/dpa)

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