Letzte Einzelentscheidung an Kostelic

25. März 2006, 18:43
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Die Kroatin beendet die Saison in toller Form und mit dem Sieg im Riesentorlauf vor der Kanadierin Simard - Hosp ex aequo mit Poutiainen Dritte

Aare - Im letzten Einzelrennen der alpinen Skiweltcup-Saison 2005/2006 hat sich die Schwedin Anja Pärson am Samstag in Aare mit einem siebenten Platz zum dritten Mal in ihrer Karriere die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf gewonnen. Der Tagessieg aber ging an die glänzende Janica Kostelic. Mit ihrem neunten Saisonsieg kam sie in der Weltcup-Gesamtwertung auf 1.970 Punkte. Das bedeutete einen neuen Rekord und zehn Zähler mehr als die Schwedin Pernilla Wiberg 1997 eingeheimst hatte.

Auf Platz zwei landete die Kanadierin Genevieve Simard (+0,61 Sek.), Dritte wurden ex aequo Nicole Hosp und die Finnin Tanja Poutiainen (je +1,54), Michaela Kirchgasser klassierte sich als zweitbeste Österreicherin an sechster Stelle (2,09). Michaela Dorfmeister beendete ihre Karriere mit einem 13. Rang.

Die Entscheidung in der RTL-Disziplinenwertung fiel im letzten Durchgang der Saison. Nach dem ersten Lauf war Pärson an achter Stelle gelegen, ihre Konkurrentin Maria Jose Rienda, die in der Wertung 45 Punkte Rückstand hatte, war Siebente. Als die Schwedin am 50. Geburtstag von Ingemar Stenmark angetrieben von den Zuschauern im zweiten Lauf in Führung ging und Rienda gleich darauf nur als Zweite ins Ziel kam, hatte Pärson ihr großes Ziel erreicht.

Pärson: "Menschlich gereift"

"Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mit einer Kristallkugel heimfahre. Ich bin stolz auf meine Saison", sagte die Lokalmatadorin, die wie ihre Konkurrentinnen mit den schwierigen Bedingungen kämpfte. "Im ersten war die Sicht sehr schlecht, Maria und ich durften nicht ausfallen, das war nicht einfach, ich ging es ein bisschen vorsichtiger an. Im zweiten waren die Bedingungen dann besser." Die entthronte Gesamtweltcupsiegerin, die sich kommende Woche in Vail einer längst fälligen Knieoperationen unterziehen wird, blickt auf eine für sie wichtige Saison zurück: "Ich habe mich nicht nur skifahrerisch verbessert, ich bin auch als Mensch gereift."

Auch Kostelic sprach von einem "harten Rennen. Aber wir trainieren bei allen Bedingungen, das ist für mich also nicht so das Problem." Die Kroatin hatte sich für das letzte Saisonrennen noch zum Ziel gesetzt, die Saison in der RTL-Wertung unter den Top 3 zu beenden, das ist ihr gelungen, sie klassierte sich drei Punkte vor Hosp.

Die Tirolerin Hosp präsentierte sich beim Weltcupfinale in starker Form, nach Platz vier in der Abfahrt und dem Sieg im Super G fuhr sie als Dritte im Riesentorlauf noch einmal auf das Podest. Eveline Rohregger landete auf dem 19. Platz, Andrea Fischbacher wurde 20. Marlies Schild, Kathrin Zettel und Elisabeth Görgl waren bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. (APA/red)

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    Siegerin Anja Pärson ermöglicht Maria Jose Rienda (li) und Janica Kostelic die gegenseitige Ehrenbekundung auf dem Podium der besten Riesentorläuferinnen der Saison.

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