Zuversicht stärkt das Gedächtnis

20. März 2006, 09:00
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Wer an sein Erinnerungsvermögen glaubt, hat im Alter ein besseres Gedächtnis

New York - Es klingt wie eine selbst-erfüllende Prophezeiung: Wer von seinem eigenen Erinnerungsvermögen überzeugt ist, hat im Alter ein besseres Gedächtnis. Wer dagegen an seinen Fähigkeiten zweifelt, bekommt eher Probleme. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Brandeis im US-Bundesstaat Massachusetts deutet darauf hin, dass Strategien zur Verbesserung des Gedächtnisses die Zuversicht der Patienten stärken sollten.

Die Psychologen baten 335 Erwachsene im Alter von 21 bis 83 Jahren, sich Wörter aus verschiedenen Kategorien zu merken. Diejenigen Teilnehmer im mittleren und hohen Alter, die glaubten, ihr Gedächtnis gut zu kontrollieren, konnten die Wörter besser zuordnen und sich besser daran erinnern, wie die Forscher in der Zeitschrift "Journals of Gerontology: Psychological Sciences" berichten.

Viele ältere Menschen interpretieren Vergesslichkeit als Teil des Alterns oder gar als Anzeichen der Alzheimer-Krankheit. Dies führt nach Ansicht der Forscher zu Stress, Angst und Fatalismus, so dass diese Personen Strategien vernachlässigen, die das Gedächtnis unterstützen. "Unsere Studie zeigt, dass je mehr man daran glaubt, dass man sich an Informationen erinnern kann, desto wahrscheinlicher wird man Anstrengungen und Strategien nutzen, und desto weniger wird man sich um das Vergessen sorgen", sagte Untersuchungsleiterin Margie Lachman. (APA/AP)

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