CA IB für Osteuropa-Immobilien weiter "bullish"

30. März 2006, 19:39
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Investmentbank glaubt an eine Verdoppelung des Transaktionsvolumens auf 10 Milliarden Euro im heurigen Jahr

Wien - Die zur Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) gehörende CA IB erwartet heuer erneut Rekordinvestitionen und eine Fortsetzung des Immobilienbooms in Osteuropa. Während 2005 fünf Milliarden Euro in den osteuropäischen Immobilienmarkt geflossen waren, "erwarten wir heuer ein Transaktionsvolumen von 10 Mrd. Euro", sagte Fritz Schweiger, Vorstandschef der CA IB International Markets, am Freitag vor Journalisten.

Die CA IB bereitet nach eigener Aussage derzeit Kapitalmaßnahmen "mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro" an den Börsen in Wien, London, Warschau und Istanbul vor allem für den Immobiliensektor vor.

Steigende Anleiherenditen

Das größte Risiko für den Boom sieht Patrick Berger, Analyst des Hauses, in einem weiteren und nachhaltigen Steigen der Anleiherenditen. Noch gebe es aber zwischen den Spitzenrenditen in den drei wichtigsten osteuropäischen Ländern und den Yields von 10-Jahres-Euro-Bonds einen genügend großen Sicherheitsabstand (300 Basispunkte), meint Berger. Der Zufluss von Finanzmitteln werde auch dann noch anhalten, wenn sich diese Differenz um 50 oder 100 Basispunkte verringert, glaubt er: "In den nächsten zwölf Monaten sehen wir hier kein Risiko." Es gebe in Osteuropa im Vergleich mit der "alten" EU auch kein Überangebot in Sachen Büroraum.

Indexzertifikate

Die CA IB berechnet seit Anfang 2005 den Emerging Europe Real Estate Index (CA IB REX), der osteuropäische Immobilienwerte abbildet, und legt auch Indexzertifikate auf, mit denen Anleger von der Entwicklung der Papiere profitieren können. Das Zertifikat, das an der Wiener Börse notiert, richtet sich an professionelle Anleger und basiert auf 29 Immobilienaktien aus der gesamten Region. Österreichische Unternehmen repräsentieren mit 35 Prozent den derzeit den größten Anteil am Index. (APA)

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