Großbritannien will von USA Source Code für Kampfjets

28. März 2006, 13:13
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Befürchtungen von Hintertüren im "Joint Strike Fighter" - Australien ebenfalls besorgt

Mit der steigenden Verwendung von Software in kritischen Bereichen, stellt sich auch zunehmend die Frage: Reicht es aus, dem Hersteller zu vertrauen, dass der Code keine Hintertüren enthält? Mit einem klaren "Nein" scheinen dies nun sowohl die britische als auch die australische Regierung zu beantworten, wie der Daily Telegraph berichtet.

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Beide haben den Zugriff auf den Source Code des "Joint Strike Fighters" gefordert. Das britische Verteidigungsministerium droht den US-Partnern dabei recht unverhohlen: Ohne den Source Code sei der Kampfjet nutzlos für das eigene Militär, da man nicht sicher sein könne, dass keine Hintertüren enthalten seien, über die sich das Flugzeug einfach ausschalten lasse. Sollte der Zugang zum Code nicht gewährt werden, müsste man folglich die eigenen Bestellungen im Umfang von 12 Milliarden Pfund stornieren.

Regelungen

Ein zentrales Problem stellt dabei allerdings die US-Gesetzgebung dar, die momentan den Technologietransfer in andere Länder strikten Regeln unterliegt. So könnte jede britische Anfrage zwanzig Tage zur Beantwortung brauchen, was die Nützlichkeit deutlich reduziert. (red)

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