Schießerei vor Höchstgericht in Madrid

22. März 2006, 13:29
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Möglicherweise ETA-Hintergrund - Mann wollte offenbar ins Gebäude vordringen

Madrid - Vor dem Gebäude des spanischen Obersten Gerichtshofes ist es am Freitag einem Radiobericht zufolge zu einer Schießerei gekommen. Ein Mann wurde festgenommen, nachdem er offenbar in das Gebäude vordringen wollte, berichtete das staatliche spanische Radio. "Es gab eine Schießerei am Eingang des Obersten Gerichtshofs .... Es gab vier oder fünf Schüsse."

Möglicherweise ETA-Hintergrund

Der Zwischenfall beim Spanischen Obersten Gerichtshof am Freitag hatte möglicherweise einen terroristischen Hintergrund. Der Schütze rief nach seiner Festnahme "Gora Euskadi" (Es lebe das Baskenland), berichtete die spanische Tageszeitung "El Mundo" unter Berufung auf Augenzeugen. Die baskische Untergrundorganisation ETA kämpft seit mehr als drei Jahrzehnten mit gewaltsamen Mitteln für eine Unabhängigkeit der Region von Spanien.

Sicherheitsbeamter

Der 42-jährige Sicherheitsbeamte habe das Gerichtsgebäude gegen Mittag betreten. Ein Gerichtsdiener habe ihn gesehen und Alarm geschlagen, worauf der Mann fünf bis sechs Schüsse abgegeben habe. Es gab weder Verletzte noch Sachschaden. Der nicht vorbestrafte Mann sei unmittelbar darauf von anderen Wächtern überwältigt worden. Als er von den Polizisten mit einer Decke über dem Kopf aus dem Gerichtsgebäude gebracht wurde, habe er Augenzeugen zufolge mehrmals "Gora Euskadi" gerufen.(APA/Reuters)

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