ManagerInnen sehen Barrieren in Unternehmen

17. März 2006, 12:02
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Studie zu "Gläserner Decke": Persönliche Eigenschaften oder gesellschaftliche Hindernisse kaum Diskriminierungsgrund

Wien - Weibliche Manager hätten mit schlechteren beruflichen Aufstiegschancen zu rechnen als ihre männlichen Kollegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie des Outsourcing-Dienstleisters Accenture. Rund zwei Drittel der 590 weltweit befragten ManagerInnen meinen, dass die "Gläserne Decke" Frauen auf der Karriereleiter Grenzen setzt.

Barrieren im Unternehmen

Nur 30 Prozent der weiblichen Manager und 43 Prozent der Männer sind davon überzeugt, dass ihnen die gleichen Chancen am Arbeitsplatz eingeräumt werden. Probleme würden sich dabei in den Firmen selbst ergeben: "Aus Sicht der meisten weiblichen Manager stellen in Österreich weniger persönliche Eigenschaften oder gesellschaftliche Hindernisse das größte Problem dar, sondern die Barrieren im Unternehmen selbst", erklärte Accenture-Partnerin Heidemarie Schutt. Im Vergleich dazu würden von den deutschen Befragten die Hürden eher in der Gesellschaft gesehen.

Für "The Anatomy of the Glass Ceiling: Barriers to Women's Professional Advancement" wurden in Australien, Deutschland, Österreich, auf den Philippinen, in der Schweiz und im United Kingdom 590 Führungskräfte befragt. Rund die Hälfte der TeilnehmerInnen waren Frauen. Die Untersuchung erstreckte sich über den Zeitraum Jänner und Feber dieses Jahres. (APA)

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