1860 braucht neuen Präsidenten

17. März 2006, 18:44
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Karl Auer trat nach zwei Jahren an der Spitze der krisen­geschüttelten "Löwen" wegen gesundheitlicher Probleme zurück

München - Nach zwei Jahren an der Spitze des traditionsreichen Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München hat Präsident Karl Auer wegen schwerer gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt erklärt. Er könne dem Verein "nicht mit der gewohnten und auf Grund der aktuellen, sportlichen wie wirtschaftlichen Lage auch nicht mit der erforderlichen Kraft zur Verfügung stehen", erklärte der 58-Jährige am Freitag vom Krankenbett aus.

Auer war am Donnerstag vergangener Woche wegen einer "Dekompensation des Bluthochdrucks, Stoffwechsels und der Herzkreislauffunktion" in ein Krankenhaus eingeliefert worden. "Mit diesem Schritt setze ich das dringende, wiederholte ärztliche Anraten der vergangenen Tage zügig um", erklärte Auer.

Mitte März 2004 hatte der Wurstgroßhändler die schwierige Nachfolge des wegen des Bestechungsskandals um die Allianz Arena zurückgetretenen Karl-Heinz Wildmoser angetreten. Trotz des Absturzes in die Zweitklassigkeit schien es lange Zeit so, als ob Auer den Traditionsverein wieder auf Kurs bringen könnte.

Doch dann begann nicht nur der sportliche Niedergang: Neben dem drohenden Abstieg muss der Zweitligist mit finanziellen Engpässen leben. So sind die "Löwen" bei der Stadiongesellschaft der neuen Allianz Arena mit einem Millionenbetrag in Verzug. Zudem drohte Hauptsponsor Festina mit der Beendigung seiner Unterstützung.

Keine allzu rosigen Aussichten also für Trainer Walter Schachner und die Spieler Harald Cerny und Steffen Hofmann.

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    Vor wenigen Wochen: Karl Auer bei der Präsentation der neuen sportlichen Führung der Löwen, Trainer Walter Schachner und Manager Stefan Reuter.

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