USA veröffentlichen erstmals beschlagnahmte Papiere

20. März 2006, 06:39
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Insgesamt 48.000 Kisten mit Dokumenten müssen ausgewertet und sollen veröffentlicht werden

Washington - Die Regierung in den USA hat am Donnerstag erstmals Dokumente veröffentlicht, die US-Soldaten nach ihrem Einmarsch im Irak beschlagnahmt hatten. Einige dieser Papiere und Tonbänder sollen belegen, dass der frühere irakische Präsident Saddam Hussein Mitglieder der Extremistengruppe Al-Kaida im Land vermutete.

Die auf einer Internetseite des Militärs veröffentlichten Dokumente seien nur der erste Teil einer ganzen Reihe konfiszierter Papiere, teilte das Büro des US-Geheimdienstchefs John Negroponte mit. Insgesamt sollen 48.000 Kisten mit Aufzeichnungen von Gesprächen und andere Dokumente aus dem Irak ausgewertet und anschließend veröffentlicht werden.

"Präsenz von Al-Kaida-Mitgliedern"

An vielen Gesprächen soll Saddam selbst teilgenommen haben. Unter den nun veröffentlichten Dokumenten befindet sich eine ins Englische übersetzte Passage, in der irakische Geheimdienstkräfte auf eine mögliche "Präsenz von Mitgliedern der Al-Kaida im Irak" hinweisen. Der Verdacht habe sich später bestätigt, heißt es in dem Dokument. (APA/Reuters/Red)

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