Schutzzone in Tirol wegen infizierter Ente in Bayern

17. März 2006, 16:12
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Tier wurde am Innufer auf bayrischem Gebiet gefunden

Innsbruck - Wegen der mit dem H5N1-Virus infizierten, in Kiefersfelden (Bayern) tot aufgefundenen Wildente sind am Donnerstag in Tirol eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet worden. Das Tier war am Innufer auf bayrischem Gebiet direkt gegenüber der Tiroler Gemeinde Ebbs (Bezirk Kufstein) gefunden worden. ****

Die verendete Wildente war am 7. März entdeckt worden, der Verdacht auf H5N1 bestätigte sich am Mittwochabend. Die drei Kilometer-Schutzzone rund um den Fundort betrifft die Tiroler Gemeinde Ebbs. In die Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern fallen die Gemeinden Kufstein, Walchsee, Erl, Niederndorf und Langkampfen.

In der Überwachungszone liegen 114 Geflügelbetriebe, 40 in der Schutzzone. Es handelt sich dabei um kleinere Geflügelhaltungen mit im Schnitt etwa zehn Hennen pro Betrieb, sagte Josef Oettl, stellvertretender Landesveterinär, am Donnerstag. Gefahr für Menschen sei nur gegeben, wenn sie sehr innigen Kontakt mit einem infizierten Vogel haben, betonte Landessanitätsdirektor Christoph Neuner. Infektiös könne dabei insbesondere auch der Kot der Tiere sein.

Vor kurzem waren bei einer Tankstelle auf der Brennerautobahn A13 sowie auf der Inntalautobahn A12 im Oberland mehrere Vögel tot aufgefunden worden. Es liegen jedoch noch keine Untersuchungsergebnisse vor.

Die Einrichtung der Schutzzone gelte vorläufig für drei, die Überwachungszone für vier Wochen - vorausgesetzt es tritt in der Gegend kein weiterer H5N1-Fall auf. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, unverzüglich die Polizei oder die Bezirkshauptmannschaft Kufstein von einem Fund toter Wasservögel zu informieren. Auch wurde empfohlen, Hunde in der Überwachungs- und Schutzzone an die Leine zu nehmen und Katzen nicht frei herumlaufen zu lassen. (APA)

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