Ozeanerwärmung Hauptfaktor für Zunahme von Hurrikans

12. Juli 2006, 14:25
9 Postings

US-Forscher: Andere Einflussfaktoren können keinen so langfristigen und weltweiten Trend verursachen

Washington - Die Erwärmung der Ozeane ist US-Forschern zufolge die Hauptursache für die zunehmende Zahl von Hurrikans und anderen schweren Tropenstürmen über den Weltmeeren. Weitere Faktoren wie geringere Luftfeuchtigkeit oder veränderte Windverhältnisse könnten kurzfristige Variationen verursachen, aber keinen so langfristigen und weltweiten Trend, schreiben die Wissenschafter um Peter Webster vom Georgia Institute of Technology im Fachblatt "Science". Ihren Daten nach hat sich die Zahl von Tropenstürmen der beiden höchsten Kategorien 4 und 5 zwischen 1974 und 2004 fast verdoppelt.

Webster und seine Mitarbeiter hatten Daten aus dem Nordatlantik, dem westlichen, östlichen und dem südlichen Pazifik sowie dem Süd- und Nordindischen Ozean ausgewertet. Ein statistisch bedeutsamer Zusammenhang zur Hurrikanstärke fand sich nur für die Meeresoberflächentemperatur, die seit den siebziger Jahren in allen Ozeanen gestiegen war.

Schwere tropische Wirbelstürme werden im asiatischen Raum als Taifune bezeichnet, an den Küsten Amerikas als Hurrikans und im Indischen Ozean als Zyklone. Sie werden erst ausgelöst, wenn die Wassertemperatur bestimmte Werte überschreitet. Unter Wissenschaftern ist dennoch umstritten, ob der Klimawandel die Stürme häufiger und stärker werden lässt. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die zunehmende Zahl von Hurrikans über den Weltmeeren (Archivbild von "Emily") könnte US-Forschern zufolge auf die Erwärmung der Ozeane zurückzuführen sein.

Share if you care.