Lidl muss Handy-Pläne vorerst auf Eis legen

26. März 2006, 18:02
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Gespräche an Preisvorstellungen des Diskonters gescheitert

Bei Lidl wird es nach Angaben aus Branchenkreisen vorerst kein eigenes Mobilfunkangebot geben. Die Gespräche mit den Netzbetreibern seien an den Preisvorstellungen des Diskonters gescheitert, verlautete am Donnerstag aus den Kreisen. Lidl hatte im Dezember Sondierungsgespräche bestätigt, aber keine weiteren Details genannt. Mit dem Angebot wollte der Discounter das Vordringen des Rivalen Aldi ins das Mobilfunkgeschäft kontern.

"Aldi" mit E-Plus

Aldi hatte im Dezember in Kooperation mit Medion und E-Plus ein Handy-Angebot gestartet und seitdem mehrere hunderttausend Kunden eingesammelt. Die Minutenpreise von "Aldi Talk" liegen deutlich unter dem Marktniveau.

"Hofer" und "Yesss"

In Österreich fanden der Billigdiskounter "Hofer" und der Billigprovider "Yesss" zusammen. Yesss nutzte Hofer als seine erste Vertriebsschiene und brachte SIM-Karten und Guthaben über die Filialen in den Handel.

Lidl hatte den Kreisen zufolge von den Netzbetreibern einen weiteren Preisabschlag verlangt, um die Preise von Aldi zu unterbieten. Alle vier Netzeigner hätten dies aber abgelehnt, hieß es. Der Einzelhandelskonzern mit Sitz in Neckarsulm wollte sich nicht dazu äußern.(APA/dpa)

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