Templeton-Preis geht an John Barrow

16. März 2006, 12:38
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Begründung: Kosmologe hat Wissenschafter wie Theologen gleichermaßen herausgefordert

New York - Der mit 1,4 Millionen Dollar (1,16 Millionen Euro) dotierte Templeton-Preis für Arbeiten, die die Verbindung zwischen der Forschung und der Religion stärken, ist am Mittwoch dem britischen Kosmologen, Mathematiker und Dramatiker John Barrow zugesprochen worden. Der 53-Jährige ist Professor für Mathematik und lehrt an der britischen Universität Cambridge.

Er habe seine Erkenntnisse aus der Mathematik, Physik und Astronomie zu weit reichenden Darstellungen genutzt und damit Wissenschafter wie Theologen gleichermaßen herausgefordert, die Grenzen ihrer Disziplinen in Frage zu stellen, hieß es in der Begründung der Templeton-Stiftung.

Publikationen

Barrows bisher 17 Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt und werden für ihre klare, einfache Sprache gelobt. "Das 1x1 des Universums" erschien 2004 bei Campus, in Kürze kommt das jüngste Werk "Einmal Unendlichkeit und zurück" heraus. In Deutschland ist Barrow auch durch Vorträge und Fachartikel bekannt. Er wurde 1952 in London geboren und lebt mit seiner Frau und drei erwachsenen Kindern in Cambridge.

Der Templeton-Preis gilt als der höchstdotierte weltweit für einzelne Personen. Er war 1972 von dem Philanthropen Sir John Templeton ins Leben gerufen worden und wird jährlich vergeben. (APA/dpa)

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