"Gender-Training" & Co

24. März 2006, 19:29
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Europäische Frauen- und Sportkonferenz widmet sich der Gleichstellung von Frauen und Männern im Sport

Wien - Ein Rucksack zur Osteoporose-Prävention, ein Buch über Gesundheit im Frauenleistungssport und ein Modul "Gender-Training" in der TrainerInnen-Ausbildung - Diese drei Projekte sind der österreichische Beitrag zur 7. Europäischen Frauen- und Sportkonferenz. Von 24. bis 26. März widmen sich VertreterInnen des Sports und der Politik in der Wiener Hofburg dem Thema Gleichstellung von Frauen und Männern im und durch den Sport.

"Wir wollen Strukturen im Sport schaffen, die eine Gleichstellung von Frauen und Männern ermöglichen", erklärte Innenministerin und Vizepräsidentin der Bundessportorganisation, Liese Prokop, in einem Pressegespräch. Die Konferenz wird als Veranstaltung im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft abgehalten, um das Thema Frauensport auch auf politischer Ebene bewusst zu machen und nicht zuletzt um mehr Fördermittel zu bekommen.

Netzwerk

Das Europäische Frauen und Sportnetzwerk (EWS) wurde 1993 gegründet und beschäftigt sich mit dem Thema der Gleichstellung von Frauen und Männern. Der Frauenanteil soll auf allen Ebenen des Sports, von aktiver Ausübung bis zur TrainerInnen- oder Funktionärsarbeit, erhöht werden. Seit 2004 hat Österreich mit Innenministerin Prokop im EWS den Vorsitz inne und veranstaltet zum Abschluss die Konferenz, auf der auch die drei österreichische Projekte vorgestellt werden, die im Bereich Spitzensport, Breitensport und Ausbildung von den drei Dachverbänden ASVÖ, ASKÖ und Sportunion koordiniert und entwickelt wurden.

Rucksack

"Xunde Bana" heißt ein kleiner City-Rucksack, der nicht nur schick, sondern auch gesund ist. Er ist mit Gewichten gefüllt, die beim Tragen eine optimale Haltung ermöglichen und so der Osteoporose-Prävention dienen soll. Zusätzlich soll er - gefüllt mit Thera-Band und Fitness-Foldern - Sportanreize für Frauen bieten.

Buch

An Spitzensportlerinnen und ihre BetreuerInnen wendet sich das Buch "Gesundheitliche Aspekte im Frauenleistungssport". Es widmet sich den besonderen Merkmalen der weiblichen Anatomie, aber auch Themen wie Ernährung für Sportlerinnen und Geschlechtsunterschiede der motorischen Leistungsfähigkeit. Mit geschlechtsspezifischen Unterschieden im Trainingsprozess hat sich auch das dritte Projekt beschäftigt. Mit TrainerInnen des Wiener Volleyballvereines volley16wien wurde ein Modul "Gender Training" entwickelt, das in Zukunft in der TrainerInnen-Ausbildung für alle Sportarten zu finden sein wird. (APA)

Dr.in Edit Schlaffer, Vorsitzende von Frauen ohne Grenzen, spricht zu "Sports Empowerment for Peace and Change"

Am Samstag, 25. März, 14.30 Uhr im Rahmen der 7. EWS in den Redoutensälen der Wiener Hofburg

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