Gegen das Stigma psychischer Krankheiten

16. März 2006, 11:27
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EU-Konferenz will Diskriminierung reduzieren - Dreimal soviele Frauen betroffen als Männer

Wien - Am Donnerstag beginnt in Wien eine zweitägige EU-ExpertInnenkonferenz zum Thema "Social Inclusion and Fundamental Rights in Mental Health". Im Rahmen dieser Veranstaltung beschäftigen sich ExpertInnen und InteressensvertreterInnen aus den EU-Staaten und anderen Ländern sowie VertreterInnen internationaler Organisationen mit der Frage, wie die noch immer weit verbreitete Stigmatisierung und Diskriminierung von Personen mit psychischen Störungen reduziert werden kann. Weiters geht es um die Frage, wie die Einhaltung der Menschenrechte garantiert und die soziale Integration gefördert werden können.

Jede/r vierte Erwachsene betroffen

"Derzeit ist jede/r vierte erwachsene EU-BürgerIn von einer psychischen Erkrankung betroffen", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bei der Eröffnung der Konferenz, die vom Gesundheitsministerium im Rahmen der EU-Präsidentschaft organisiert wird. "Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die besondere Gefährdung von Frauen, die zwei bis dreimal so oft an Depressionen leiden wie Männer. Mindestens eine von fünf Frauen erlebt in ihrem Leben eine klinisch definierte Depression." Aus diesem Grund sei es wichtig, die Früherkennung und geschlechtsspezifische Behandlung psychischer Störungen weiter zu verbessern. (red)

EU-Konferenz:
"Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch Kranker"
16. und 17.März 2006 in Wien
  • Mindestens eine von fünf Frauen erlebt in ihrem Leben eine klinisch definierte Depression.
    foto: standard/heribert corn
    Mindestens eine von fünf Frauen erlebt in ihrem Leben eine klinisch definierte Depression.
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