Husslein fast am Ziel

16. März 2006, 11:01
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Entscheidung über Belvedere-Direktion

Wien - Lostag für die Regelung der Nachfolge von Gerbert Frodl als Direktor der Österreichischen Galerie im Belvedere in Wien: Heute, Mittwoch, tagt das Kuratorium und wird sich dem Vernehmen nach auch mit dem Besetzungsvorschlag befassen, der unter dem Vorsitz von Wilfried Seipel, Chef des Kunsthistorischen Museums, erarbeitet wird. Favoritin seit langem: Agnes Husslein, bis 2005 Chefin des Salzburger Museums der Moderne, das sie ins Leben gerufen hat, nachdem sie zuvor das dortige Rupertinum geleitet hatte.

Was immer die Jury vorschlägt, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer kann frei entscheiden, und Husslein dürfte in diesem Fall politisch mit keinerlei Hindernissen zu rechnen haben, wird ihr doch seit langem ein vertrautes Verhältnis zur VP-Führung zugeschrieben.

Weniger chancenreich gilt hingegen der einzig verbleibende ernstzunehmende Gegenspieler Hussleins, Peter Pakesch, der derzeit als Intendant des Joanneums in Graz tätig und nach dem Wechsel an der Spitze der Landesregierung von Schwarz nach Rot in heftige Auseinandersetzungen verwickelt ist. Husslein, studierte Kunsthistorikerin mit internationaler Ausbildung, gilt als resolute Macherin. Vor dem Wechsel ins Rupertinum war sie lange Chefin der Wien-Zentrale von Sotheby's. (red/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.03.2006)

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