Feuer auf Öl-Bohrinsel in der Nordsee

17. März 2006, 08:57
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Personal nach Brand in Sicherheit gebracht - Küstenwache und Luftwaffe setzten Hubschrauber ein

London - Nach einem Brand auf einer Ölplattform in der Nordsee hat die schottische Küstenwache den Großteil des Personals mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. 128 der insgesamt 184 Arbeiter auf der Bohrinsel des britisch-niederländischen Ölkonzerns Shell seien am Donnerstagmorgen mit vier Helikoptern von der Plattform geflogen worden, teilte eine Sprecherin der Küstenwache mit.

Der Brand sei kurz nach seiner Entdeckung unter Kontrolle gebracht worden und mittlerweile so gut wie gelöscht. Ein Löschteam von Shell habe den Brand auf der Bohrinsel bekämpft, teilte eine Firmensprecherin mit.

Motor des Generator überhitzt

An der Evakuierungsaktion der Plattform Tern Alpha 425 Kilometer vor der schottischen Stadt Aberdeen sei neben der Küstenwache auch die britische Luftwaffe beteiligt gewesen, sagte die Küstenwachensprecherin weiter. Ein Teil der Arbeiter sei auf eine andere Plattform des Ölriesen gebracht worden, ergänzte die Shell-Sprecherin. Bei der Küstenwache war eigenen Angaben zufolge in der Nacht ein Notruf eingegangen, der Feuer in einem Gasgenerator meldete. Offenbar hatte sich der Motor des Generators überhitzt.

Michael Mulford von der Royal Air Force lobte die Rettungsaktion als "vorbildlich". Seit dem katastrophalen Brand auf der Nordsee-Ölplattform Piper Alpha im Juli 1988 würden derartige Einsätze regelmäßig geübt. Bei dem Brand waren 167 der 226 Menschen auf der Bohrinsel ums Leben gekommen. (APA/AFP)

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