Israelischer Soldat bei Razzia in Jenin getötet

18. März 2006, 20:30
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Feuergefecht mit vier gesuchten Extremisten

Jerusalem - Bei einem israelischen Militäreinsatz im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland ist am Mittwoch ein Soldat getötet worden. Die israelischen Truppen hatten zwei Häuser umstellt und lieferten sich ein Feuergefecht mit vier gesuchten Extremisten, in das auch weitere bewaffnete Palästinenser eingriffen. Dabei wurde der Soldat erschossen, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten.

Die gesuchten Extremisten ergaben sich wenig später. Zwei von ihnen gehörten nach palästinensischen Angaben dem Islamischen Jihad an, die beiden anderen den Al-Aksa-Brigaden. Die Armee war in der Früh mit zahlreichen Soldaten in die Stadt eingerückt; es kam zu heftigen Schusswechseln mit den Palästinensern in dem Gebäude.

Bei einem Feuerüberfall bewaffneter Palästinenser bei Nablus im nördlichen Westjordanland wurden unterdessen zwei Israelis verletzt. Laut israelischem Armeerundfunk eröffneten die Angreifer das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet, in dem zwei Männer saßen. Einer von ihnen sei am Kiefer getroffen worden. Die Angreifer konnten entkommen. Die Armee entsandte nach dem Vorfall weitere Truppen in das Gebiet, um nach den Palästinensern zu suchen.

Am Dienstag hatte die israelische Armee ein Gefängnis in Jericho gestürmt. Daraufhin war es zu gewaltsamen Reaktionen der Palästinenser gekommen. (APA/dpa)

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