Austria zieht davon

17. März 2006, 19:08
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Wiener nach 2:1-Sieg über GAK in Nachtrags­spiel nun bereits sieben Punkte vor Salzburg - Blackout von Ehmann ebnete den Weg

Wien - Die Austria tritt am Sonntag beim Verfolger Salzburg mit einem Guthaben von sieben Punkten an. Kein Wunder, dass Anhänger der Violetten beim 2:1 im Happel-Stadion gegen den GAK schon "Wir werden Meister" intonierten. Im Nachtragsspiel zur 20. (Herbst)-Runde hinterließen die Grazer lange Zeit den besseren Eindruck und gingen auch durch Standfest in der 17. Minute völlig verdient in Führung.

Doch ein Blackout von Ehmann, der nach einem Corner von Ceh den Ball mit der Hand spielte, brachte den Umschwung. Linz verwertete den Elfer (41.) und in den folgenden konfusen GAK-Minuten bis zur Pause glückte Sionko (43.) bereits das Siegestor.

Damit ist die Austria nun schon elf Runden in Folge (sieben Siege, vier Remis) ungeschlagen, die Grazer, die bei einem Spiel weniger als Dritte schon 13 Zähler weniger auf dem Konto haben, kassierten ihre achte Auswärts-Niederlage und müssen obendrein am Samstag auswärts gegen Pasching ohne Ehmann, Kollmann, Junuzovic und Plassnegger antreten, die jeweils ihre fünfte gelbe Karte kassierten.

GAK auf gutem Weg...

Die Austria bemüht, aber harmlos, der GAK im Konter weit gefährlicher. So lief die Partie fast 40 Minuten in der ersten Hälfte ab. Das 1:0 für die Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Junuzovic nützte einen Fehler von Papac und Hill, legte ideal für den von den Austrianern ignorierten Standfest auf, der mit seinem dritten Saisontreffer Didulica keine Chance ließ (17.). Zwölf Minuten später scheiterte Kollmann aus sechs Metern nach Vorlage von Plassnegger an Didulica. In der 34. Minute kam der laufstarke Standfest wieder frei zum Schuss.

...dann griff Ehmann zu

Dann griff Ehmann entscheidend ins Geschehen ein. Nach einem Corner von Ceh, der einige Minuten vorher mit einem Freistoß nur knapp das Ziel verfehlt hatte, griff der Grazer Kapitän ohne ersichtlichen Grund mit der Hand nach dem Ball - Elfer. Roland Linz, der einzige Österreicher in der Austria-Startelf (der GAK begann mit neun) verwertete mit seinem elften Saisontreffer sicher zum 1:1. Zwei Minuten später zirkelte Ceh bei einem Konter den Ball von links in den Strafraum, wo der freie Sionko mit seinem zweiten Saisontor volley ins lange Ecke zum 2:1 traf. Fast wäre bei einem Freistoß von Ceh noch das 3:1 für die Austria gefallen.

Nach der Pause verflachte die Partie, klare Chancen fehlten auf beiden Seiten völlig. Am Ergebnis änderte sich folgerichtig auch nichts mehr. (APA/red)

Nachtrag zur 20. Runde:

  • Austria Wien - GAK 2:1 (2:1). Ernst Happel-Stadion, 5.000, Plautz

    Torfolge: 0:1 (17.) Standfest
    1:1 (41.) Linz (Handelfer)
    2:1 (43.) Sionko

    Austria: Didulica - Troyansky, Tokic, Hill, Papic - Sionko (60. Lasnik), Sebo (80. Rushfeldt), Blanchard, Ceh, Vachousek - Linz (95. Schiemer)

    GAK: Schranz - Plassnegger (90. Lienhart), Ehmann, Sonnleitner, Schrott - Standfest, Muratovic, Junuzovic, Amerhauser - Skoro (80. Kuljabi), Kollmann

    Gelbe Karten: Ceh, Sebo bzw. Junuzovic, Ehmann , Plassnegger, Schrott, Kollmann

    • Bild nicht mehr verfügbar

      GAK-Trainer Lars Söndergard hat den leeren Blick. Ein unerklärliches Handspiel seines Kapitäns drehte die vielversprechend verlaufende Partie im Happel-Stadion zu Ungunsen der Grazer.

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