Pariser Buchmesse mit Frankophonie-Motto

21. März 2006, 13:29
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Schwerpunkt auf senegalesischem Autor und Ex-Präsident Léopold Sédar Senghor

Paris - Die am Freitag, den 17. März, beginnende diesjährige Pariser Buchmesse steht im Zeichen der Frankophonie. Rund 1.200 Verleger aus 25 Ländern werden auf der fünftägigen Messe vertreten sein. Mit Frankophonie werden alle Staaten bezeichnet, in denen Französisch entweder Muttersprache, offizielle Sprache oder Lehrsprache ist. Viele der auf der 26. Buchmesse vertretenen Autoren stammen aus Ländern wie Kanada, Vietnam und aus afrikanischen Staaten.

Ein Schwerpunkt ist die Erinnerung an den vor rund vier Jahren gestorbenen Schriftsteller und Staatspräsidenten von Senegal, Léopold Sédar Senghor (1906-2001), dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr in Frankreich gefeiert wird. Im deutschsprachigen Raum sind von ihm vor allem "Äthiopische Gedichte" und "Die schöne Geschichte von dem Hasen Leuk" bekannt. Senghor erhielt 1968 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und wurde 1983 in die renommierte Académie française aufgenommen.

Zu den weiteren Gästen gehören Hélé Beji (Tunesien), Maïssa Bey (Algerien), Boubacar Boris Diop, (Senegal), Noëlle Revaz (Schweiz) und Grzegorz Rosinski (Polen). Der Absatz französischer Bücher ist vor allem wegen der Konkurrenz Neuer Medien stark zurückgegangen. (APA/dpa)

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