US-"Samenspender-Mütter" fanden einander zufällig im Internet

17. März 2006, 20:15
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14 Kinder haben einen unbekannten Vater: Spender 401 spendet nicht mehr

Washington - Elf Amerikanerinnen haben mit Hilfe des Internet herausgefunden, dass sie etwas Besonderes verbindet: Ihre Kinder - 14 sind es insgesamt - haben denselben Vater. Wie der Sender CNN am Mittwoch berichtete, wurden alle Frauen mit dem Samen eines einzelnen anonymen Spenders befruchtet.

Die Mütter fanden einander, indem sie eine Webseite anklickten, die eine andere Frau auf der Suche nach der Identität des Vaters ihres Kindes eingerichtet hatte. Die elf Mütter wollen nun in Kontakt bleiben, es haben sich Freundschaften zwischen ihnen und auch manchen der Halbgeschwister entwickelt, die sich zum Teil stark ähnlich sehen.

Spender 401

Alle elf Frauen hatten sich auf der Suche nach einem geeigneten Spender an eine Samenbank in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia gewandt. Sie fanden ihn in Nummer 401, der vor etwa sechs Jahren dort seine Dienste angeboten hatte: Groß sei er, so hieß es in der Beschreibung, athletisch, er habe braune Haare, blaue Augen, stehe seiner Mutter sehr nahe, und er sei deutschstämmig.

Suche nach Vätern

Wendy Kramer richtete die Webseite mit dem Namen DonorSiblingRegistry.com ein, um den Spender ausfindig zu machen, dem sie ihren Sohn verdankte. Auf dieser Seite können sich Spender selbst offenbaren oder Mütter und Kinder Nachforschungen anstellen. Wendy Kramer fand zwar bis heute die Identität des Vaters ihres Kindes nicht heraus, aber die Webseite wurde ein großer Hit. Über 6.000 Menschen haben sich mittlerweile an sie gewandt - darunter auch die 401-Mütter, die voneinander erfuhren, als sie alle dieselbe Spender-Nummer angaben.

401 spendet nicht mehr

401, der möglicherweise auch noch Kinder mit anderen Frauen hat, hat sich mittlerweile aus dem Spendergeschäft zurückgezogen, aber CNN zufolge ist seine Kindergemeinde im Kreis der elf Mütter erst kürzlich von 13 auf 14 gewachsen. Eine der Frauen wünschte sich sehnlichst ein zweites Kind vom selben Vater, und eine andere 401- Mutter erfüllte ihr den Wunsch: Sie stellte von ihr selbst nicht mehr benötigten Samen des Unbekannten aus einem Reagenzglas zur Verfügung. (APA)

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