Auch Froschquaken kann den Ultraschallbereich erreichen

20. März 2006, 11:00
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Fähigkeit bislang vor allem Säugetieren zugeschrieben - Kaskadenfrosch übertönt damit das Rauschen seines Gebirgsbach-Biotops

London - Eine chinesische Froschart quakt im Ultraschall-Bereich. Die Tiere stellten mit den hohen, für Menschen nicht mehr wahrnehmbaren Frequenzen vermutlich sicher, dass ihre Artgenossen sie selbst in tosenden Gebirgsbächen hören können, schreiben chinesische und US-Forscher im Fachblatt "Nature". Bisher war hauptsächlich von Fledermäusen, einigen Nagern und Meeressäugern bekannt, dass sie sich durch Ultraschall verständigen können.

Die in der Gebirgsregion Huangshan westlich von Shanghai heimischen Kaskadenfrösche (Amolops tormotus) überraschten die Forscher nicht zum ersten Mal mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen: Vor einigen Jahren hatten die Wissenschafter um Albert Feng von der Universität Illinois festgestellt, dass vermeintliches Vogelgezwitscher vom Ufer eines Flusses in Wirklichkeit von den Fröschen stammte. Sie werben mit den ungewöhnlichen Gesängen um Weibchen. Nun stellten die Forscher fest, dass die Männchen außerdem einen Teil der Laute im Ultraschallbereich von sich geben.

Die wiesen die Fähigkeit, Ultraschall wahrzunehmen, auch bei einer weiteren in der Region lebenden Froschart, Odorrana livida, nach. Ob diese Tiere auch Laute in Ultraschall von sich geben, sei bislang unklar, schreiben die Forscher. Die Entdeckung der Verwendung von Ultraschall bei Amphibien zeige, dass sich die Fähigkeit im Verlauf der Evolution mehrmals entwickelt habe. (APA/dpa)

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