Oppositionskandidat spricht sich gegen gewaltsamen Umsturz aus

16. März 2006, 18:48
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Alexander Milinkewitsch: "Befürworten eine friedliche, evolutionäre Entwicklung Weißrusslands"

Minsk/Warschau - Vor der Präsidentenwahl am 19. März hat der Oppositionskandidat Alexander Milinkewitsch sich gegen Umsturzversuche in dem autoritär regierten Land ausgesprochen. "Wir sind gegen jede Art von Revolution, sondern befürworten eine friedliche, evolutionäre Entwicklung Weißrusslands", sagte der Kandidat der vereinten Oppositionsparteien am Mittwoch in Minsk. Die Opposition beklagt massive Wahlrechtsverstöße. An der Grenze untersagten Beamte offiziell registrierten Wahlbeobachtern aus Polen die Einreise.

Der international isolierte Präsident Alexander Lukaschenko sagte im Wahlkampf, er werde es nicht zulassen, dass Aktivisten aus den prowestlichen Ex-Sowjetrepubliken Ukraine und Georgien in Belarus für einen Machtwechsel werben. "In Georgien, der Ukraine und Russland gibt es Gesocks, möge man mich für dieses Wort kritisieren, das bei uns für Ordnung sorgen will", betonte Lukaschenko.

Ein Sprecher der Wahlleitung bezeichnete die nicht offiziell akkreditierten Vertreter von regierungsunabhängigen Organisationen (NGO) als "Provokateure" und "Spione". In der Vorwoche waren mehrere Oppositionsanhänger wegen angeblich verbotener Wahlwerbung zu Haftstrafen verurteilt worden. (APA/dpa)

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