Folgt Fußi auf Strache?

20. März 2006, 17:32
64 Postings

Neues Anti-Eurofighter- Volksbegehren könnte kommen - Gusenbauer: Keine aktive Unterstützung der SPÖ für Parteikollegen

Wien - Der Steirer Rudolf Fußi plant ein neues Anti-Eurofighter-Volksbegehren. Das berichtet "News" in seiner aktuellen Ausgabe. Fußi hatte bereits im Jahr 2002 ohne Unterstützung einer Partei 624.000 Unterschriften gegen den Eurofighter-Kauf sammeln können. Zur Einleitung eines zweiten Volksbegehrens bräuchte Fußi, der mittlerweile der SPÖ beigetreten ist, rund 8.000 Unterstützungserklärungen.

Fußi selbst, der angeblich einen Termin noch vor der Nationalrats-Wahl im Herbst anstrebt, wollte sich vorerst nicht näher äußern. "Nur so viel: Ein Eurofighter kostet mehr als die Bank Burgenland. Und Deutschland zahlt für 60 Eurofighter 2,5 Milliarden, wir zahlen für 18 Stück 1,9 Milliarden Euro." Alles Weitere werde zu gegebener Zeit bekannt gegeben, so Fußi.

Eurofighter: Keine aktive SPÖ-Unterstützung für Fußi-Begehren

Die SPÖ plant keine aktive Unterstützung des neuerlichen Abfangjäger-Volksbegehrens von Rudolf Fußi und steckt auch nicht hinter dieser Initiative. Das stellte Parteichef Alfred Gusenbauer in einer Pressekonferenz nach dem Parteipräsidium Mittwoch Mittag klar: "Bis vor 30 Sekunden habe ich nicht gewusst, dass es das geben soll." Den Anliegen seines Parteifreunds Fußis kann er freilich schon etwas abgewinnen.

Wie Gusenbauer betonte, werde eine der ersten Aktionen einer SP-geführten Regierung sein, den Eurofighter-Vertrag offen zu legen und genau zu prüfen. Damit dürfte auch der Intention Fußis Genüge getan sein, so der SP-Chef. (APA)

  • Rudolf Fußi konnte 2002 624.000 Unterschriften gegen Eurofighter sammeln - mehr als doppelt so viele wie FPÖ-Chef Strache für "Österreich bleib frei".
    foto: standard/fischer

    Rudolf Fußi konnte 2002 624.000 Unterschriften gegen Eurofighter sammeln - mehr als doppelt so viele wie FPÖ-Chef Strache für "Österreich bleib frei".

Share if you care.