Kindergeld: ÖVP kritisiert SPÖ und Grüne

15. März 2006, 13:26
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Andrea Kuntzl "gackere über ungelegte Eier" - Sabine Mandak wolle in Richtung Zweiklassengesellschaft

Wien - Die ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl hat in Sachen Kindergeld Kritik an SPÖ und Grünen geübt. Steibl warf SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl vor, über "ungelegte Eier zu gackern". Und die Forderung der Grünen Familiensprecherin Sabine Mandak nach einem einkommensabhängigen Karenzgeld wäre ein Schritt in Richtung Zweiklassengesellschaft, warnte Steibl in einer Aussendung.

Es stelle sich dabei die Frage, was künftig mit Schülerinnen, Studentinnen, Bäuerinnen und Vollhausfrauen geschehe. Das derzeitige Kinderbetreuungsgeld stärke das Familieneinkommen, schaffe wirkliche Wahlfreiheit und sichere Frauen dank der Pensionsharmonisierung auch im Alter bestmöglich ab. Das Kindergeld könnten auch mehr Menschen in Anspruch nehmen als das Karenzgeld.

BZÖ-Frauensprecherin Elke Achleitner reagierte etwas moderater auf die SPÖ. Immerhin habe die SPÖ offensichtlich eingesehen, dass "unser Weg der Familienpolitik goldrichtig" sei. Damit gehe die SPÖ endlich "einen Schritt in die richtige Richtung". Achleitner trat für ein gänzliches Streichen der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld ein. Eine noch stärkere Einbeziehung der Väter will das BZÖ-Modell damit erreichen, dass Väter die Wahlfreiheit haben sollen, ein Monat Karenz zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes in Anspruch nehmen zu können. Außerdem sollten die Kosten jeder Form der Kinderbetreuung steuerlich absetzbar sein. (APA)

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