FC Wacker steht auf gesunden Beinen

24. März 2006, 13:35
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Obmann spricht von problemloser Lizenzierung - Kritik an öffentlicher Hand und Security-Auflagen

Innsbruck - Auch der FC Wacker Tirol reichte am Mittwoch seine Lizenzierungsunterlagen bei der Fußball-Bundesliga ein. Für Obmann Gerhard Stocker war dies heuer ein einfaches Unterfangen. "Meine dritte Lizenzierung war für mich die problemloseste und routinierteste. Der Verein steht auf einer gesunden Basis", sagte Stocker am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz.

Negative Halbjahresbilanz

Trotzdem musste er eingestehen, dass in der Halbjahresbilanz des Innsbrucker Klubs ein Minus von 61.000 Euro auftaucht. Die Gründe dafür seien mannigfaltig. Zum einen gingen die Zuschauerzahlen zurück, noch dazu wurden die Eintrittspreise in dieser Saison als Service für die Fans gesenkt. Dazu komme, dass die Mittel aus dem "Österreicher-Topf" heuer geringer ausfielen. "Nicht weil wir mehr Ausländer hätten, aber andere Clubs haben diese Einnahmemöglichkeiten auch erkannt."

Am meisten ärgert sich der Wacker-Obmann aber über die Stadionkosten. "Die sind für uns nicht tragbar", rechnete der Obmann vor, dass Wacker alleine für die Betriebskosten jährlich 1,05 Millionen bezahlen muss. "Wir wollen keine Unterstützung für den Profi-Betrieb des FC Wacker, wir wollen lediglich, dass uns die öffentliche Hand die Infrastruktur zur Verfügung stellt. Es ist scheinbar auch selbstverständlich, dass wir die Erschwernisse des Umbaus schlucken müssen."

Lehrer darf mehr beaufsichtigen

Auch die Security-Auflagen bei den Heimspielen stoßen Stocker sauer auf, pro 32 Zuschauer wird ein Security/Polizist vorgeschrieben. Und Stocker vergleicht: "In der Schule, ist ein Lehrer für 36 Kinder vorgeschrieben, bei uns ist dies weniger. Das ist absurd."

Um das Minus bis Ende der Saison abzubauen, will Stocker nun jeden Euro, der ausgegeben wird, "nicht drei Mal, sondern fünf Mal umdrehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Saisonfinale das Ergebnis noch um 320.000 Euro verbessern. Damit alle Angestellten und auch die Spieler, die beim Beteiligungsmodell dabei sind, auch auf die 100 Prozent kommen."

Das Beteiligungsmodell des FC Wacker sieht vor, dass Angestellte und Spieler vorerst nur 80 Prozent ihres Gehaltes kassieren, wenn der Verein ein Plus macht, kann das Gehalt - wie im Vorjahr - aber auf 120 Prozent steigen. Besonders strich Stocker auch hervor, dass die Klubführung mit der Übersiedlung der Büros ins Tivolistadion einen großen Schritt nach vorne gemacht habe. (APA)

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