Mit Bewegung gegen Osteoporose

15. März 2006, 11:54
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Rauch-Kallat eröffnete Europäischen Osteoporose-Kongress in Wien

Wien - "In Österreich leiden derzeit 600.000 bis 700.000 Menschen, überwiegend Frauen, an Osteoporose, einer der schwerwiegendsten chronischen Krankheiten in Europa", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat am Mittwoch bei der Eröffnung des sechsten Europäischen Kongresses über Osteoporose und Osteoarthritis im Wiener Austria Center.

Knochenbrüche als Folgen

Bewegungsarmut, Stress und auch unausgewogene Ernährung würden diese Erkrankung begünstigen, von der vor allem ältere Frauen betroffen sind. "Regelmäßige Bewegung stärkt nicht nur die Muskeln sondern aktiviert auch die Knochenbildung", meinte die Gesundheitsministerin. Osteoporose führe zu niedriger Knochenmasse und zur Zerstörung der Mikroarchitektur der Knochen. Abgesehen von den Schmerzen und Einschränkungen der Betroffenen belasten die daraus resultierenden Knochenbrüche - besonders in den Bereichen Hüfte und Wirbelsäule - die europäischen Gesundheitssysteme mit mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr. ExpertInnen prognostizieren als Folge der demographischen Entwicklung sogar eine Verdopplung dieser Kosten innerhalb der nächsten zehn Jahre.

Frauen besonders betroffen

"Ein aktiver Lebensstil ist der erfolgreichste Weg, um Osteoporose zu bekämpfen, denn wer sich nicht ausreichend bewegt, verliert fünf bis zehn Prozent der Muskel- und damit auch Knochenmasse pro Jahr", so Rauch-Kallat. Im Bereich "Frauengesundheit" bilde Osteoporose neben Endometriose, kardiovaskulären Erkrankungen und Lungenkrebs auch die Arbeitsschwerpunkte des Gesundheitsministeriums während der österreichischen Ratspräsidentschaft. Im Rahmen des informellen Treffens der GesundheitsministerInnen am 25. und 26. April 2006 in Wien sollen auf europäischer Ebene Lösungen zur weiteren Bekämpfung dieser Krankheitsbilder gefunden werden. (red)

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