Strandbube

14. März 2006, 19:44
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Surferboy Jack Johnson gastiert am Freitag in der Wiener Gasometerhalle.

Man könnte die Musik von Jack Johnson einfach als "Après Surf " bezeichnen. Zum einen, weil der aus Hawaii stammende Amerikaner tatsächlich eine veritable Karriere als Wellenreiter aufzuweisen hat. Zum anderen, weil die Musik gar so nett plätschert - wie die Wellen in einem am Abend schon etwas naturtrüben Planschbecken: Zu behutsamen Rhythmen, die ihren Ursprung im HipHop haben, klampft Johnson gemächlich die Akustische und sinniert dazu erdig und herzig über das Leben und die Liebe.

Bestechender, als es der sanfte Riese Johnson tut, hat sich in diesem Fach einst wer anderer versucht: G. Love und seine Band Special Sauce. Jener Mann, der nun auf Johnsons jüngstem Album als Gastmusiker auftritt. Dieser adaptierte in den frühen 90er-Jahren alten Country-Blues, indem er seinen Schlagzeuger an der Snare-Trommel HipHop-Beats spielen ließ. G. Love galt im Zeitalter von Beck und Slacker als großer Hoffnungsträger, ausgegangen, im Sinne einer Massentauglichkeit, ist sich dessen letztlich doch zu dreckig daher rumpelnder Entwurf nicht.

Da brauchte es schon einen harmloseren "All-American Boy", eben Johnson. Dieser gastiert Freitag mit seiner Band im Wiener Gasometer, wo der oft barfuß auftretende Barde sein eben erschienenes Album "Sing-A-Longs & Lullabies For The Film Curious George" präsentieren wird, auf dem ihn auch Ben Harper oder Matt Costa begleiten. (flu/ DER STANDARD, Printausgabe, 15.03.2006)

17. 3., 20 Uhr
Gasometer
11., Guglgasse 1
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