Breth erhält "Theaterpreis Berlin"

21. März 2006, 13:07
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Jury ehrt "große Einzelgängerin, die ästhetischen Trends und Moden des Betriebes nie mitgemacht habe"

Berlin - Die Regisseurin Andrea Breth wird mit dem Theaterpreis Berlin 2006 ausgezeichnet. Er ist mit 16 000 Euro dotiert und wird am 21. Mai beim Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen in Berlin vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übergeben. Die Jury ehre mit der Auszeichnung "eine der bedeutendsten Regisseurinnen des deutschsprachigen Gegenwartstheaters", teilte die Stiftung Preußische Seehandlung, die den Preis alljährlich verleiht, am Dienstag mit.

Dienst am Text statt konventionelle "Werktreue"

Die "große Einzelgängerin" habe "die ästhetischen Trends und Moden des Betriebes nie mitgemacht, sondern Theater stets als Dienst am Text betrieben, ohne dabei in konventioneller "Werktreue" zu erstarren". In ihrer "Unbeirrbarkeit und Mainstream-Resistenz" liege auch ihre Kraft.

Breths Debüt 1975 in Bremen

Breth gab ihr Debüt mit einer Regiearbeit 1975 am Bremer Theater und inszenierte danach an zahlreichen Bühnen und bei den Salzburger Festspielen. Über fünf Jahre lang war sie bis 1997 Künstlerische Leiterin der Berliner Schaubühne. Seit 1999 arbeitet sie als Hausregisseurin am Wiener Burgtheater. Mit ihren Inszenierungen war Breth mehrmals beim Theatertreffen in Berlin vertreten.

Der Theaterpreis wird traditionell während des Theatertreffens deutschsprachiger Bühnen im Mai in Berlin verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem George Tabori, Pina Bausch, Elfriede Jelinek, Bernhard Minetti und im Vorjahr Peter Konwitschny. (APA/dpa)

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