Anschläge von Madrid: Zweifel an Ermittlungen

22. März 2006, 16:51
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"El Mundo": Echtheit von Beweisstücken angezweifelt - Oppositionsführer Rajoy: Würde gesamte Beweisführung in Frage stellen

Madrid - Zwei Jahre nach den Madrider Bombenanschlägen mit 191 Toten sind in Spanien Zweifel an der Arbeit der Ermittler laut geworden. Die Zeitung "El Mundo" berichtete, es seien Zweifel an der Echtheit des wichtigsten Beweisstücks, auf das sich die zweijährigen Ermittlungsarbeiten stützten, sei in Frage gestellt.

Bei dem Beweisstück handelt es sich um einen Rucksack mit einem Sprengsatz, der bei den Anschlägen am 11. März 2004 nicht explodiert war. Diese Bombe hatte die Polizei damals auf die Spur der Terroristen geführt. Nach Darstellung der Zeitung ist jedoch nicht erwiesen, ob der Rucksack sich wirklich in einem der Pendlerzüge befunden hatte, in denen islamische Terroristen damals insgesamt zehn Bomben gezündet hatten.

Der spanische Oppositionsführer Mariano Rajoy sagte nach Presseberichten vom Dienstag, wenn sich der Verdacht bestätige, würde die gesamte Beweisführung der Ermittler null und nichtig. Die Regierung und die Polizei wiesen die Zweifel an der Arbeit der Ermittler energisch zurück. (APA/dpa/red)

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