Was kann Admira zu Hause?

15. März 2006, 21:32
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Nach zwei Auswärts­siegen in Folge trifft Schlusslicht heute in der Südstadt zum Nachtrag Ried - Austria Wien empfängt den GAK

Wien - Totgesagte leben länger: Tabellenschlusslicht Admira hat sich mit zwei Auswärtssiegen in Folge im Abstiegskampf der T-Mobile Fußball-Bundesliga zurückgemeldet und kann am Mittwoch im Nachtragsspiel der 23. Runde gegen Ried mit einem weiteren Erfolg bis auf fünf Punkte zu Mattersburg aufschließen. Allerdings gefährden die erneuten Schneefälle die Austragung der Partie. Am Dienstagnachmittag fand die erste Vorkommmissionierung statt. Im rasenbeheizten Happel-Stadion treffen empfängt die Wiener Austria in der zweiten Partie des Tages den GAK (Nachtrag der 20. Runde). Anpfiff ist jeweils um 19:30 Uhr.

Ernst Baumeister ist einer der Wenigen, den die jüngsten Siege der Südstädter nicht überraschen. "Die Stimmung in der Mannschaft war von Anfang an sehr gut, die Spieler locker drauf", sagte der 49-Jährige, der vor dem Frühjahrs-Auftakt Robert Pflug als Admira-Betreuer beerbt hatte. Gegen Ried müssen die Niederösterreicher allerdings auf ihren gesperrten Spielgestalter Nenad Bjelica verzichten.

Den nun wieder realistischer scheinende Klassenerhalt will Baumeister nicht thematisieren, vielmehr "von Spiel zu Spiel" denken. "Für uns ändert sich gar nichts. Wir müssen gewinnen, dürfen nur auf unsere Leistung schauen", meinte die einstige Teamgröße vor dem dritten Saisonduell mit Ried. Im Heimspiel hatte die Admira nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erreicht, auswärts war man den Innviertlern 0:4 unterlegen.

Auch für die Rieder ist das Spiel am Mittwoch von vorentscheidender Bedeutung, zwei Wochen später folgt dann der Nachtrag gegen den GAK. "Wenn wir diese Spiele verlieren sind wir im Tabellen-Niemandsland. Wenn wir gewinnen, ist ein internationaler Bewerb möglich, auch wenn das noch sehr weit weg ist", meinte Trainer Heinz Hochhauser.

Rieder Personalnot

Gerade auswärts haben die Rieder aber bisher noch nicht überzeugt, erst ein Sieg in Pasching steht zu Buche. "Die Spieler sind nicht mit so viel Herz dabei. Natürlich zehrt das, aber es ist auch eine riesige Herausforderung. Die Spieler müssen damit umgehen", meinte Hochhauser, der auf fünf Verletzte verzichten muss.

Im Spiel gegen Rapid hatte sich auch Dabac verletzt, für ihn dürfte Rasinger auf der rechten Seite spielen. "Leider wütet der Verletzungsteufel im Innviertel. Wir müssen jetzt schauen, wie wir die acht Spiele in den kommenden drei Wochen überstehen", sagte Hochhauser.

Tokic fraglich

Die Austria bangt vor dem Duell mit GAK um den grippekranken Abwehrchef Mario Tokic, dem Siegtorschützen beim 3:2 im ersten Saisonduell gegen die Grazer. "Ich hoffe, meine Mannschaft hat aus dem Sturm- und Pasching-Spiel gelernt. Im Strafraum hat da immer das Letzte, das Wichtigste, gefehlt", meinte Trainer Frenkie Schinkels, der wieder den zuletzt gesperrt gewesenen Roland Linz von Beginn an bringen wird. Mit einem Sieg könnte die Austria an ihrem 95. Geburtstag den Vorsprung auf Salzburg auf sieben Punkte ausbauen. (red/APA)

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