Blutbad in Amman: Anklage gegen Zarqawi

17. März 2006, 07:03
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Irakerin allein im Gericht

Amman/Kairo - Die Staatsanwaltschaft in Amman hat vier Monate nach der Anschlagserie in drei jordanischen Hotels Anklage gegen die verhinderte Selbstmordattentäterin Sajida al-Rashawi und zehn weitere mutmaßliche Terroristen erhoben. Das wurde am Dienstag aus Justizkreisen in Amman bekannt. Die Irakerin, der die Todesstrafe droht, wird jedoch voraussichtlich alleine vor dem Staatssicherheitsgericht erscheinen. Drei Selbstmordattentäter hatten in den Hotels am 9. November 60 Menschen mit in den Tod gerissen.

Fünf weitere verdächtige Iraker und ein Jordanier sollen am Tag der Selbstmordanschläge in den Irak geflohen seien. Die drei irakischen Attentäter, von denen sich einer inmitten einer jordanischen Hochzeitsgesellschaft in die Luft gesprengt hatte, waren bei den Anschlägen ums Leben gekommen. Zu den Angeklagten zählt auch Abu Musab al-Zarqawi, der jordanische Anführer der Al-Kaida-Terroristen im Irak, der die Anschläge von Amman befohlen haben soll.

Al-Rashawi leugnet ihre Beteiligung an der Tat nicht. Sie hätte sich zusammen mit ihrem Ehemann bei der Hochzeitsfeier in die Luft sprengen sollen. Ihr Sprengstoffgürtel war jedoch nicht explodiert. (APA/dpa)

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