TV-Tipp: "Man hat mich kastriert!"

15. März 2006, 10:42
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In "help tv": Frauen, denen die Eierstöcke entfernt wurden

Am Mittwoch, dem 15. März 2006, geht es unter anderem um ein Thema, das viele Frauen bewegt: "'Man hat mich kastriert!"' - Frauen, denen die Eierstöcke entfernt wurden, klagen an".

Es ist einer der häufigsten medizinischen Eingriffe, der an Frauen vorgenommen wird: die Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke. Was für die meisten GynäkologInnen ein Routineeingriff ist, wird für manche Frauen zur persönlichen Katastrophe. Sie verlieren mit ihren Geschlechtsorganen nicht nur die Fähigkeit zur Fortpflanzung, sondern auch ihre Sexualität.

"Ich wurde kastriert!" - Das ist die Anklage, die die steirische Bankbeamtin Ingrid K. und die ehemalige Kosmetikerin Renate Marchl aus Graz erheben. Beide Frauen haben durch die Eierstockentfernung einen völligen Bruch in ihrer Biografie erfahren. Renate Marchl etwa hat ihren Job und den Partner verloren, mit dem sie nach der Operation kaum noch sexuellen Kontakt haben konnte.

Die Totalentfernung der Eierstöcke zerstört das Sexualempfinden vieler Frauen. Trotzdem gibt es in Österreich viel mehr Eierstockentfernungen, als medizinisch notwendig wären. Betroffene berichten, dass sie vor dem Eingriff nicht über die gravierenden Folgen aufgeklärt wurden und fühlen sich von den Ärzten nicht ernst genommen.

Christian Kugler geht für "help tv" der Frage nach, wann die "Totaloperation" tatsächlich notwendig ist, welche Alternativen es gibt und wie man die Frauen vor unnötiger "Kastration" bewahren kann. (red)

20.15 Uhr in ORF 2
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