"Finanzielle Unterstützung zu gering"

14. März 2006, 13:54
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ÖVP-Burgenland-Familiensprecherin Gottweis fordert steuerliche Absetzbarkeit von Tagesmüttern - SPÖ dagegen

Eisenstadt - Ein Vier-Punkte-Programm für die Familienpolitik der ÖVP-Burgenland stellte am Dienstag Familiensprecherin Andrea Gottweis in Eisenstadt vor. Das Programm basiere auf dem Wandel in der soziologischen Entwicklung, erklärte Gottweis. Die vier Schwerpunkte seien die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die finanzielle Absicherung, Elternbildung und Familienberatung.

"Die finanzielle Unterstützung, für jene, die Tagesmütter zahlen müssen, ist zu gering. Da haben wir enorme Lücken", stellte Gottweis fest. Sie sprach sich für eine steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung aus. Die Kinderfreundlichkeit in den Gemeinden sei gegeben, die Gemeinden bemühen sich, aber auf Grund der Kleinstrukturiertheit des Landes sei es schwierig, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Längere Öffnungszeiten im Handel beispielsweise würden größere Flexibilität erfordern.

SPÖ spricht von "Themaverfehlung"

Als "Themaverfehlung" bezeichnete daraufhin die Familiensprecherin der SPÖ Burgenland Edith Sack ein Vier-Punkte-Programm der ÖVP Burgenland zur Familienpolitik. Nicht die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung, sondern fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen seien das Hauptproblem in der Familienpolitik, so Sack und Landesrätin Verena Dunst (S) in einer Aussendung.

"Wenn man die Frage der mangelnden steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung zum Thema erhebt, geht man automatisch davon aus, dass eine Mutter einmal genügend Geld hat, um ein Kindermädchen anzustellen", erklärte Dunst. Mit der zweimaligen Novellierung des Kindergartengesetzes habe das Land versucht, die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. (APA)

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    Äußerst umstritten: Steuerliche Absetzbarkeit von Tagesmüttern.
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