Deutsches Stimmungsbarometer sinkt

31. März 2006, 19:17
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Finanzmärkte beurteilen Aussichten für die deutsche Konjunktur etwas weniger zuversichtlich als noch im Februar

Berlin - Die Finanzmärkte beurteilen einer ZEW-Umfrage zufolge die Aussichten für die deutsche Konjunktur etwas weniger zuversichtlich als vor einem Monat.

Der Saldo der Konjunkturerwartungen der rund 400 monatlich vom ZEW befragten Analysten und institutionellen Anleger sank im März auf 63,4 von 69,8 Punkten im Februar, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Damit liegt der Index aber weiter deutlich über seinem historischen Mittelwert von 35,1 Zählern. "Offenkundig motiviert die Finanzmarktexperten das derzeitige allgemeine Stimmungshoch", erklärte Instituts-Chef Wolfgang Franz. Nach Ansicht des ZEW dürfte sich in den kommenden Monaten die Nachfrage in Deutschland günstig entwickeln, während die Zinserhöhungen der Notenbanken weltweit die deutschen Exportaussichten etwas verschlechtern dürften.

Die aktuelle Lage beurteilten die Experten weit weniger skeptisch, der entsprechende Indikator stieg auf minus 8,4 von minus 19,5 Punkten. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg des Erwartungsindikators auf 71,0 Punkte und einem Lagesaldo von minus 15,8 Punkten gerechnet. Der Saldo der Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone sank auf 61,1 von 66,0 Punkten. An den Finanzmärkten gaben die Aktienkurse etwas nach, während die Anleihenfutures Kursgewinne verbuchten. (APA/Reuters)

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