Haas schlägt sein Idol

18. März 2006, 09:59
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Der Deutsche schaltete Andre Agassi in der zweiten Runde von Indian Wells aus und feierte bereits seinen zwölften Erfolg in Serie

Indian Wells - Mit Nikolai Dawidenko (RUS-5) und Andre Agassi (USA-8) sind am Montag im mit 3,1 Mio. Dollar dotierten Masters-Series-Tennis-Turnier von Indian Wells zwei Top-Ten-Spieler ausgeschieden. Agassi verlor gegen den Deutschen Tommy Haas 5:7,2:6, während Dawidenko zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen seinem Landsmann Marat Safin unterlag. Diesmal setzte sich die ehemalige Nummer eins 7:6 (4),3:6,6:4 durch.

Haas feierte mit dem Triumph über Agassi bereits den 19. Einzelsieg in dieser Saison. Nicht einmal der Schweizer Weltranglisten-Erste Roger Federer hat heuer schon so oft gewonnen. "Dieser Sieg gegen Andre gehört zu den ganz besonderen in meiner Karriere, weil ich ihn schon als kleiner Kerl angehimmelt habe", betonte Haas nach dem vielleicht emotionalsten Erfolg seiner Laufbahn.

Vor knapp 15 Jahren hatten sich der Deutsche und der Mann aus Las Vegas im Camp von Tennis-Trainer Nick Bolletieri in Bradenton/Florida kennen gelernt. Haas war damals ein 13-jähriger Jungspund und Agassi ein umjubelter Weltstar. "Tommy sollte in seiner Karriere noch viel mehr erreichen. Ich bin der Meinung, dass er bis jetzt noch nicht einmal in die Nähe seines wirklichen Potenzials gekommen ist", meinte Agassi nach der Niederlage in 91 Minuten gegen seinen Freund.

Im ersten Durchgang musste Haas zwei Satzbälle abwehren, doch am klaren Erfolg gab es keine Zweifel. "Ich bin sehr gut drauf und in dieser Form sicher schwer zu schlagen", sagte Haas, der nach seinen Turniersiegen in Memphis und Delray Beach nun schon bei zwölf Siegen en suite hält. Selbstvertrauen kann der gebürtige Grazer auch gebrauchen. Im Achtelfinale am Mittwoch wartet in James Blake (USA-12) gleich der nächste schwere Gegner.

Im Gegensatz zu Haas hatte Igor Andrejew viel länger und härter zu kämpfen, um in die Runde der letzten 16 einzuziehen. Der als Nummer 24 eingestufte Russe setzte sich gegen den Schweden Robin Söderling nach Abwehr von neun Matchbällen und 2:28 Stunden noch 3:6,7:6 (14),6:4 durch. Noch länger stand am Montag nur Lleyton Hewitt auf dem Platz. Der als Nummer neun gesetzte Australier benötigte in Runde zwei 2:42 Stunden, um den Deutschen Rainer Schüttler 7:6 (3),2:6,6:4 niederzuringen. (APA/dpa/SIZ)

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