Commonwealth Games: Aussies auf Fischzug

19. März 2006, 12:27
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Gastgeber Australien startet in Melbourne als wohl stärkstes Team in die 18. Auflage der Spiele - Einige Stars fehlen

Melbourne - Die 18. Auflage der "Commonwealth Games" beginnt am Mittwoch in Melbourne. Vertreter aus 53 Ländern des vom Vereinigten Königreich und dessen ehemaligen Kolonien gebildeten Staatenbundes werden bis 26. März bei den selbst ernannten "Freundschaftsspielen" an den Start gehen. Die Eröffnung der so wie Olympia nur alle vier Jahre stattfindenden Spiele nimmt Großbritanniens Queen Elizabeth II vor.

Große Dinge hält der jamaikanische 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell (9,77 Sek.) auf die Commonwealth Games. "Ich bin noch immer der schnellste Mann der Welt. Die Games zu gewinnen, wäre ein weiterer Meilenstein für mich", meinte der 23-Jährige, der die X. Leichtathletik-WM in Finnland im vergangenen Jahr wegen einer Leistenverletzung hatte auslassen müssen. Andere Athleten teilen Powells Meinung aber scheinbar nicht, gab es doch viele Absagen für das Großereignis in Down Under.

Thorpe erkrankt

Die lange Abwesenheitsliste wird vom australischen Schwimm-Star Ian Thorpe sowie der englischen Langstrecken-Läuferin Paula Radcliffe angeführt. Der "Thorpedo" musste auf Grund einer Virusinfektion absagen, die Marathon-Weltmeisterin tritt wegen eines gequetschen Fußes nicht an. Kirsty Coventry, Schwimm-Weltmeisterin aus Simbabwe, fehlt dagegen aus einem anderen Grund: Der afrikanische Staat ist 2003 nach seiner Suspendierung wegen der Politik von Präsident Robert Mugabe aus dem Commonwealth ausgetreten.

Erfolgreichste Nation in der Geschichte der Spiele ist Gastgeber Australien, der seit der Premiere im kanadischen Hamilton im Jahr 1930 insgesamt 1.684 Medaillen, darunter 646 in Gold, gewonnen hat. Auch 2006 steht den Gastgebern ein Medaillenregen bevor, vor allem in den Schwimm-Bewerbe gelten die Aussies als nahezu unschlagbar.

Ein rigoroses Vorgehen gegen Doping hat Mike Fennell, der Präsident der Commonwealth-Games-Verbände, angekündigt. In Kooperationen mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) werden bei 1.000 der insgesamt rund 4.500 Athleten Tests durchgeführt werden. In Manchester 2002 wurden vier Teilnehmer, darunter mit Krishnan Madasamy und Sateesha Rai die indischen Medaillengewinner im Gewichtheben, des Dopings überführt.

Mit anderen Problemen hat Kanada zu kämpfen. Wegen der bevorstehenden NHL-Playoffs ist das Interesse der Nordamerikaner, immerhin Dritte im Medaillenspiegel bei den Spielen 2002, an den diesjährigen Bewerben nicht sehr hoch. (APA,ag.)

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