Gespräche über Uran-Kompromiss mit Russland fortgesetzt

20. März 2006, 00:32
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Ahmadinejad erneuert Forderung nach eigener Nuklearforschung

Teheran - Der Iran und Russland haben die Gespräche über einen Kompromissvorschlag zur Urananreicherung nach iranischen Angaben wieder aufgenommen. Die iranische und die russische Delegation hätten sich bereits am Sonntag in Moskau erneut getroffen, sagte der Sprecher des iranischen Sicherheitsrates, Hossein Entesami, am Dienstag. "Die Verhandlungen werden fortgesetzt", fügte er hinzu.

Am Wochenende hatte Teheran weitere Verhandlungsbereitschaft über den russischen Vorschlag zu erkennen gegeben, Uran in Russland anzureichern. Bedingung sei aber, dass Irans Recht auf Atomforschung im eigenen Land berücksichtig werde, hieß es.

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad bekräftigte seine Äußerungen vom Montag, "kein Jota" von dem umstrittenen Atomprogramm abzuweichen. Ahmadinejad bezeichnete im Staatsrundfunk die Atomforschung als legitimes Recht seines Landes.

Moskau hatte Teheran angeboten, Uran für das iranische Atomprogramm auf russischem Territorium anzureichern. Der Iran wollte jedoch nicht vollständig auf eine Urananreicherung im eigenen Land verzichten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO), die das mit der Begründung forderte, angereichertes Uran könne auch auch zur Herstellung von Atomwaffen dienen, hatte den Streit am vergangenen Mittwoch an den UN-Sicherheitsrat überwiesen. (APA)

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