Wintereinbruch sorgte im Osten Österreichs für Probleme

15. März 2006, 09:38
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Zahlreiche "Ausrutscher" in Niederösterreich und Burgenland - Großer Räumeinsatz in Wien - Behinderungen in Oberösterreich

Der Winter blieb zu Wochenbeginn hartnäckig: Statt lang ersehnter Sonnenstrahlen gab es am Dienstag im Osten Österreichs Schneefälle. Die weiße Pracht sorgte für zahlreiche Verkehrsunfälle in Niederösterreich und im Burgenland. Räumeinsatz war die ganze Nacht und in der Früh in Wien angesagt.

"Ausrutscher" in Niederösterreich

In Niederösterreich gab es laut ÖAMTC zahlreiche "Ausrutscher", etwa auf der Westautobahn (A1). Zu größeren Problemen sei es jedoch nicht gekommen. Im Waldviertel gab es laut ÖAMTC zehn bis 15 Zentimeter, im Süden Niederösterreichs ebenfalls "einige Zentimeter" Neuschnee. Dazu herrschte lebhafter Wind, hieß es beim Club.

Glimpflich endete ein spektakulärer "Dreher" eines Pkw auf schneeglatter Straße im Bezirk Melk. Ein 19-jähriger Lenker war von der Fahrbahn abgekommen - der Wagen stürzte über eine drei Meter hohe Böschung auf die Gleise der Bahnstrecke Obergrafendorf - Mank. Der von Bischofstetten nahende Zug konnte aber von einem anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig gestoppt werden.

Behinderungen in Oberösterreich

Winterliche Fahrverhältnisse erschwerten den Oberösterreichern am Dienstag den Weg zur Arbeit. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel auswich, musste ebenfalls Verspätungen in Kauf nehmen. Keine außergewöhnlichen Probleme gab es in der Steiermark und in Kärnten. Auf den Linzer Stadteinfahrten stand der Verkehr zeitweise still, auf der Mühlkreisautobahn (A7) nahe der Auffahrt VOEST verschärften hängen gebliebene Lkw die Situation.

Großer Räumeinsatz in Wien

In der Bundeshauptstadt hat der Schneefall ebenfalls zu Behinderungen geführt. Im Frühverkehr kam es in Wien zu umfangreichen Stauungen bei den Stadteinfahrten. Auch im Stadtgebiet selbst, etwa auf der Floridsdorfer Brücke oder der Nordbrücke, entstanden immer wieder zu Verzögerungen.

Der Großeinsatz der MA 48 hat bereits am späten Montagabend begonnen. Anfangs waren 79 Schneepflüge unterwegs. Seit knapp nach Mitternacht wurden sie von rund 300 kleineren Fahrzeugen - die zum Teil auch von privaten Partnern stammten - unterstützt. Dazu kamen rund 800 Schneeschaufler, die in den frühen Morgenstunden ihren Dienst angetreten haben. Insgesamt waren laut Rathaus fast 1.200 Personen im Einsatz.

Recht entspannte Situation in der Steiermark

In der Steiermark war die Situation recht entspannt: "Nichts Außergewöhnliches" verzeichnete der ÖAMTC am Dienstag. Schneefall gebe es hauptsächlich in der Obersteiermark, auf den Bergstraßen herrsche durchwegs Kettenpflicht für Lkw. In Kärnten waren die Neuschneemengen minimal.

Schneebrettgefahr in Salzburg

Im Bundesland Salzburg waren seit Mitternacht verbreitet maximal fünf Zentimeter Schnee gefallen. Zu Unfällen wie am Montag auf der Tauernautobahn war es nicht gekommen. Es besteht weiter erhebliche Schneebrettgefahr (Stufe 3). Für einige höher gelegene Straßen gab es Kettenpflicht für Lkw.

Starker Wind im Burgenland

Im Nordburgenland haben Schneefall und starker Wind am Dienstagvormittag zu Problemen auf den Straßen geführt. Die Feuerwehren mussten zu einigen Fahrzeugbergungen ausrücken. Auf der B50 kam laut Landesfeuerwehrkommando ein Klein-Lkw ins Rutschen und musste aus dem Straßengraben gezogen werden. Besonders im Bezirk Eisenstadt und Mattersburg waren die Fahrzeuglenker mit Glätte und Schneeverwehungen auf der Fahrbahn konfrontiert.

Hohe Lawinengefahr in Tirol

Tirol ist am Dienstag von Neuschnee weitgehend verschont geblieben. Nach wie vor lag das "Land im Gebirge" zwischen einem Hoch mit Zentrum über Nordrussland und einem Tief über der Türkei. Die Lawinengefahr in den Tourengebieten blieb überwiegend erheblich und erreichte die Stufe "3" der fünfteiligen Skala. In Vorarlberg zeigte sich das Wetter von seiner freundlichen Seite: Das Ländle wurde mit strahlendem Sonnenschein bedacht. (APA)

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