Grenzen besser gegen Selbstmord-Attentäter gesichert werden

24. März 2006, 15:10
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Verteidigungsminister zu Besuch bei NATO-Generalsekretär in Brüssel

Brüssel - Afghanistan will seine Grenzen künftig besser kontrollieren, um das Einsickern von Selbstmordattentätern zu verhindern. Dies sagte der Verteidigungsminister des Landes, General Abdul Rahim Wardak, am Montag nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Brüssel. Kabul wolle damit auf einen Anstieg der Zahl von Selbstmordattentaten reagieren, die "das Werk von Ausländern" seien.

Afghanische Regierungsvertreter haben in den vergangenen Wochen mehrfach Pakistan beschuldigt, nicht genug gegen Terroristen zu tun, die nach Afghanistan einsickern. "Wenn wir die Sicherheit an unseren Grenzen verbessern, dann werden wir mit diesem neuen Phänomen der Selbstmordattentate fertig werden", sagte Wardak.

Streitkräfte in vier bis fünf Jahren "voll einsatzfähig"

Die afghanischen Streitkräfte seien in vier bis fünf Jahren "voll einsatzfähig", sagte der Minister. Dann seien größere ausländische Truppenkontingente nicht mehr nötig. Doch strebe Kabul eine "dauerhafte Beziehung zur NATO in der einen oder anderen Form" an.

Die NATO, die bisher etwa 9000 Soldaten in der Afghanistan-Schutztruppe ISAF stationiert hat, wird bis Jahresmitte zusätzliche 5000 Soldaten nach Afghanistan schicken. Damit soll die westliche Truppenpräsenz vom Norden und Westen auch in den Süden erweitert werden. (APA/dpa)

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