Die Woche der letzten Entscheidungen

16. März 2006, 11:40
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Im schwedischen Aare wird die Weltcup-Saison finalisiert - Eine große und fünf kleine Kristallkugeln sind noch zu vergeben

Aare - Auch wenn das Finale noch nicht ganz das Saisonende bedeutet (es folgen noch Skitests und die österreichischen Meisterschaften), mit den letzten Weltcup-Rennen in dieser Woche in Aare wartet die letzte große Herausforderung des Skiwinters 2005/2006. Schon für Montag ist das erste Abfahrtstraining der Damen angesetzt, die Herren sind dann am Dienstag an der Reihe. Die Bewerbe stehen von Mittwoch bis Sonntag auf dem Programm, den Schlusspunkt setzt der nur für den Nationencup zählende Teambewerb.

Bei den Herren mischen die Österreicher noch in drei Disziplinen um den Gewinn von Kristallkugeln mit. "Nachdem der Gesamtweltcup wieder in Österreich ist, fahren wir mit einem Supergefühl nach Schweden, wo wir das Finale noch anständig über die Bühne bringen wollen", sagte Cheftrainer Toni Giger und fügte hinzu: "Vor allem der Benni hat sich noch einiges vorgenommen, will er doch auch noch Riesentorlauf-Weltcupsieger werden." Auch in Abfahrt und Super G sind die ÖSV-Chancen sehr gut.

Bei den Damen sind noch zwei Entscheidungen (Gesamtwertung und RTL) offen, Österreicherinnen können hier jedoch nicht mehr eingreifen. Der Betreuerstab muss motivierend eingreifen. Boss Mandl: "Das ist unser Job. Für die Jungen ist es schon schwierig jetzt. Wir überlegen uns, dass wir sie nicht alle Rennen fahren lassen."

Janica Kostelic, die im Gesamtweltcup mit 254 Punkten Vorsprung auf die Anja Pärson anreist, darf bereits die Slalom-Kugel ihr eigen nennen. Pärson kämpft im Riesentorlauf noch gegen die Spaniern Maria Jose Rienda um Kristall. Die Trophäen in Abfahrt und Super G hat sich Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister gesichert. Bei den Herren sind die Disziplinen-Wertungen noch allesamt umkämpft.

Eingeschränktes Feld

Weltmeisterschafts-Ort von 2007 sind pro Bewerb nur die Top 25 des jeweiligen Disziplinenweltcups sowie die 400-Punkte-Fahrer und die Goldmedaillengewinner bei den Junioren-Weltmeisterschaften startberechtigt. Der ÖSV hat mit der Salzburgerin Anna Fenninger und dem Kärntner Michael Sablatnik zwei Titelträger im Super G vorzuweisen.

Der Einsatz Fenninger ist aber fraglich, da sie beim Europacup-Finale in Salzburg noch Chancen hat, in der Slalom-Gesamtwertung unter die Top 3 zu kommen und sich so einen Weltcup-Startplatz für die kommende Saison zu sichern. (red/APA)

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