Plagiatsprozess um "Sakrileg": Autor weist Vorwürfe zurück

13. März 2006, 14:43
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Dan Brown findet die Vorwürfe "völlig abstrus" - Hat Sachbuch der Kläger als eines von vielen gelesen

London - Im Plagiatsprozess um den Bestseller "Sakrileg" hat Autor Dan Brown alle Beschuldigungen zurückgewiesen. Die Abschreibvorwürfe, die die beiden Verfasser eines Sachbuchs gegen ihn erhoben haben, seien "völlig abstrus", sagte der US-Amerikaner am Montag bei seinem ersten Auftritt vor Gericht in London. Der 41-Jährige gab zu, dass er bei der Recherche für das "Sakrileg" auch "Der Heilige Gral und seine Erben" von Michael Baigent und Richard Leigh gelesen habe. Das Buch sei aber nur eines von vielen gewesen.

Streitpunkt sind 15 zentrale Thesen

Die beiden anderen Schriftsteller werfen Brown vor, insgesamt 15 zentrale Thesen aus ihrem Sachbuch für seinen Roman (Originaltitel: "The Da Vinci Code") verwendet zu haben - darunter auch die Behauptung, dass Jesus Christus ein Kind mit Maria Magdalena hatte und die Nachfolger heute noch leben. Dazu sagte der US-Schriftsteller, Baigent und Leigh seien nur "zwei von vielen Autoren, die über die Blutlinien-Theorie geschrieben haben".

Brown, der in der Öffentlichkeit nur selten auftritt, sagte in dem Prozess nur als Zeuge aus. Die Klage richtet sich gegen seinen Verlag Random House, eine Tochter des deutschen Bertelsmann-Konzerns. Im selben Verlag ist auch "The Holy Blood And The Holy Grail" erschienen, wie das Sachbuch im Original heißt. Seit Beginn des Prozesses, der weltweit Beachtung findet, sind die Auflagen beider Titel gestiegen. Vom "Sakrileg" wurden weltweit bereits mehr als 40 Millionen Exemplare verkauft. (APA/dpa)

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