Klein, aber gemein

21. März 2006, 19:07
posten
Auf die Größe kommt es an, auch im Kleinen. Dann nämlich, wenn man wissen möchte, ob der Staub, Rauch und Ruß in der Luft krank macht. Sprach man früher nur ganz allgemein von Schwebestaub, wurde mittlerweile ein Schwellenwert von zehn Mikrometer Durchmesser festgesetzt. Dabei hat die EU die zunächst von der US-amerikanischen Behörde Environmental Protection Agency eingeführten Grenzwerte im Wesentlichen übernommen.

Kleinere Teilchen gelten als Feinstaub und werden als PM 10 bezeichnet (PM=Particulate Matter). Das sind - grob gesprochen - die Teilchen, die wir einatmen, während die größeren von unseren körpereigenen Filtern, den Schleimhäuten und den Härchen in der Nase, zurückgehalten werden. Das Sortiment ist reichhaltig und reicht von Bakterien, Pilzsporen, Hautschuppen und Saharasandkörnern bis hin zu Streusplitt, Abrieb von Straßen und Reifen, Dieselruß und Rückständen von Industrie- und Hausbrand.

Doch war es mit einer ersten Differenzierung nicht getan. Und so wurde PM 2,5 kreiert, die den größten Teil von PM 10 ausmachen, nämlich zwischen sechzig und achtzig Prozent. Da sie kleiner als 2,5 Mikrometer sind, können sie bis in die Lunge vordringen.

Mit Teilchen, die kleiner als 0,1 Mikrometer oder 100 Nanometer sind, gibt es noch eine dritte Kategorie: Die Auswirkungen dieser ultrafeinen Partikel sind aber noch am wenigsten bekannt. (hoco/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13. 3. 2006)

Share if you care.