Mit Bläschen gegen den Tumor

21. März 2006, 18:43
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Eine neue Methode zur Therapie bei Prostatakrebs

An einer neuen Methode zur Tumortherapie bei Prostatakrebs arbeiten derzeit Forscher im Urologischen Labor der Medizinischen Universität in Innsbruck. Das Wachstum der Tumorzellen soll dabei durch eine Injektion und mithilfe von Ultraschall gehemmt werden.

Um die Ausbreitung des häufigen Prostatakarzinoms zu stoppen, müssen wachstumshemmenden Moleküle in die Tumorzellen gebracht werden. Die Forscher wollen nun Mikrobläschen verwenden, die mit Ultraschall im Zielorgan zum Platzen gebracht werden.

Bei lokalen Tumoren ist eine erfolgreiche Behandlung durch das chirurgische Entfernen der Prostata möglich. Für fortgeschrittenere Tumorstadien fehlten bisher jedoch effiziente Behandlungsmöglichkeiten. Die Schwierigkeit lag dabei darin, wachstumshemmende Stoffe an den Zielort zu bringen. Der kontrastmittelverstärkte Ultraschall soll dem Problem nun Abhilfe schaffen.

Diese Technik wurde ursprünglich für eine verbesserte bildgebende Ultraschalldiagnostik entwickelt, gewann aber in den vergangenen Jahren als neue nicht invasive Methode verstärkt an Bedeutung.

Als Kontrastmittel kommen bei dem Forschungsprojekt gasgefüllte Mikrobläschen in der Größe weniger Mikrometer zum Einsatz, die bei diesen Anwendungen als Trägermaterial verwendet werden. Sie werden intravenös injiziert und im Zielorgan zum Zerplatzen gebracht. Die auf die Mikrobläschen geladenen Substanzen werden auf diese Weise gezielt im umliegenden Gewebe freigesetzt. Die Methode dürfte "sicher und nebenwirkungsfrei"sein, nehmen die Forscher an. Denn Ultraschall mit Kontrastmitteln wird in der Diagnostik bereits routinemäßig eingesetzt. Derzeit wird bereits an einer Verbesserung der neuen Methode gearbeitet, um noch effizienter vorgehen zu können. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13. 3. 2006)

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