Burschen brauchten Geld zum Ausgehen: Raubüberfälle in Serie

13. März 2006, 12:12
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Opfer waren körperlich unterlegene Jugendliche

Wien - Die Wiener Polizei hat vier Burschen ausgeforscht, die nach vorläufigem Ermittlungsstand von Mitte Jänner bis Anfang März zumindest zwölf Raubüberfälle auf körperlich unterlegene Jugendliche verübt haben. Dabei erbeuteten sie zehn Handys und Bargeld. Ihre Opfer schüchterten sie durch massive Drohungen ein. Das gab die Polizei am Montag bekannt.

Die Verdächtigen - 14 bis 16 Jahre alt - stammen nach Angaben der Ermittler aus der Floridsdorfer Großfeldsiedlung, wo auch ein Teil der ihnen zur Last gelegten Taten verübt wurde. Die Buben haben darüber hinaus drei Überfälle am Praterstern zugegeben, nach denen allerdings keine Anzeigen erstattet wurden. "Wir vermuten, dass die Opfer so eingeschüchtert waren, dass sie sich nicht zur Polizei trauten. Die Täter haben den Überfallenen unter anderem gedroht, sie 'abzustechen'", berichtete ein Ermittler vom Kriminalkommissariat Mitte.

Deshalb sucht die Polizei nach Opfern: Einem 13-Jährigen, der in der ersten Februarhälfte abends bei einer Busstation am Praterstern überfallen wurde, einen 18-Jährigen, den die Täter zuerst um Zigaretten anschnorrten und dann seiner Barschaft beraubten und drei Jugendliche, die Ende Februar ebenfalls abends vor dem Billa Opfer der Jugendbande wurde. Die Täter gaben als Motiv Geldnot an. Den Erlös aus der Beute verwendeten sie zum Ausgehen. (APA)

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