Wiener Büroimmobilien wieder von heimischen Investoren gefragt

12. Juli 2006, 16:30
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CPB: Interesse der deutschen offenen Fonds dagegen abgekühlt - Nur mehr ein Prozentpunkt Renditeabstand zu Prag und Budapest

Wien - Der Markt mit gewerblichen Büroimmobilien hat im vergangenen Jahr österreichische Investoren wieder stärker interessiert, während in den vergangenen Jahren die deutschen Investoren dominiert hatten. Mehr als zwei Drittel des gesamten Transaktionsvolumens des vergangenen Jahres im gewerblichen Bereich entfielen auf Österreicher, schreibt die CPB Immobilientreuhand, die größte Maklerin im gewerblichen Bereich. Erstmals seit 2001 dominierten damit wieder österreichische Nachfrager das Geschehen, heißt es in dem am Montag erschienenen CPB-Frühjahrsbericht.

Laut CPB-Chef Michael Ehlmaier haben (einschließlich großer Zinshaus-Portfolios) im vergangenen Jahr 1,2 Mio. Quadratmeter bei gewerblichen Immobilientransaktionen den Besitzer gewechselt. Dies zeige, dass Immobilieninvestitionen in Österreich nach wie vor sehr attraktiv seien, schreibt Ehlmaier.

Rekord-Vermietungsleistung erwartet

Die österreichischen Käufer seien börsenotierte Immobilien Aktiengesellschaften oder große Private wie die Wlaschek-Gruppe, aber auch österreichische Immobilienfonds. Dabei seien österreichische Investoren stärker in der Entwicklung oder bei teilweise vermieteten Objekten engagiert, während die deutschen geschlossenen Fonds hauptsächlich an fertigen und voll vermieteten Objekten interessiert seien. Seitens der offenen deutschen Fonds sei dagegen "ein deutlicher Nachfragerückgang" zu verzeichnen.

Für heuer erwartet die CPB eine weitere Rekord-Vermietungsleistung von 310.000 m2. Das würde bedeuten, dass bei einer Neuproduktion von 200.000 m2 substanziell Flächen vom Markt "aufgesogen" würden. Das Mietpreisniveau werde sich bei den Durchschnittsmieten "leicht steigend" ansonsten "stabil" entwickeln. (APA)

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