Scotland-Yard-Chef wegen Mitarbeiter-Überwachung unter Druck

22. März 2006, 22:14
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Ian Blair zeichnete Telefongespräche seiner Mitarbeiter auf

London - Der angeschlagene Scotland-Yard-Chef Ian Blair hat mehrere Telefongespräche mit ranghohen Beamten mitgeschnitten und gerät deshalb weiter unter Druck. Wie die britische Polizei am Sonntag mitteilte, zeichnete Blair ein Gespräch mit dem obersten Rechtsberater der Regierung, Lord Goldsmith, auf. Außerdem habe er Gespräche mit Ermittlern mitgeschnitten, die die Panne untersuchten, bei der Scotland-Yard-Beamte im Juli 2005 irrtümlich den unschuldigen Brasilianer Jean-Charles de Menezez als Terrorverdächtigen erschossen.

Schon nach der schweren Panne waren Rufe nach einem Rücktritt von Ian Blair laut geworden. Nach britischem Gesetz darf jeder eine Konversation für den privaten Gebrauch mitschneiden. Bei der Weitergabe an eine dritte Person muss jedoch die Genehmigung des Gesprächspartners eingeholt werden. (APA)

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